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Henning Poehl über Im Bann der Mumie

Im Bann der Mumie von Sphinx Spiele

Dämonische Käfer, furchtbare Mumien und riesige Angst

Henning, in Essen stellst du Im Bann der Mumie vor. Das klingt nach einem neuen Spiel aus deiner Schwarzen Reihe. Kannst du uns bitte kurz sagen, was sich hinter dieser Reihe verbirgt und wie sich Im Bann der Mumie dort einreiht?
„In meiner Schwarzen Spiele-Reihe geht es um morbide Themen rund um das Thema Tod und/oder das Böse. Mein erstes Spiel zur Schwarzen Reihe war Vampriconnection mit dem Thema Vampire, dann folgte Monstermacher mit dem Thema Frankenstein über mehrere weitere Themen, wie Totentanz, Apokalypse und Die Exorzisten bin ich nun bei der Mumie angelangt. Ich finde dieses Thema gliedert sich gut in die Reihe ein.“

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Um was geht es inhaltlich bei Im Bann der Mumie?
„In diesem Spiel dringen verschiedene Charaktere (Archäologe, Ganove, Okkultistin, Agent) in das Grab eines unbekannten Pharaos ein, um an dessen Schätze zu kommen. Dabei besitzen die Schätze zum Teil einen unterschiedlichen Wert für die einzelnen Charaktere.
Auf dem Grab liegt ein Fluch, der den Pharao als untote Mumie in seiner Grabstätte umherwandern lässt. Diese Mumie wird die Schändung ihrer Grabstätte bitter rächen.
Die Anwesenheit der Mumie an den Grabungsstätte macht sich durch das Auftauchen dämonischer Käfer bemerkbar. Es sind bösartige Insekten, die sich unter dem Einfluss der finsteren Mächte abartig verändert haben.
Die Spieler können den Fluch der Mumie nur brechen, wenn sie den Sarkophag mit dem mumifizierten Körper ausgraben und sicherstellen. Die Mumie hingegen gewinnt, wenn sie verhindert, dass ihre sterblichen Überreste in die Hände eines der Charaktere gelangt. Dann wird Nichts mehr ihre Rache verhindern können. Gelingt es den Spielern die Mumie zu besiegen, dann hat der Spieler gewonnen, der den höchsten Erlös mit den geborgenen Schätzen erzielt hat.“

Spiele mit diesem Thema gibt es bereits einige. Was hat dich an Mumien und dem alten Ägypten besonders gereizt?
„Nun, das Thema ist sehr reizvoll – und das finde nicht nur ich, sonst gäbe es nicht schon so viel Spiele zu diesem Thema. Und auch Ägypten finde ich persönlich wirklich toll. Es bleibt natürlich die Frage: Warum muss auch ich mich diesem Thema spielerisch widmen. Zum einem lag mir das Mumien-Thema schon lange auf dem Herzen und zum anderen dachte ich, passt es thematisch ganz gut, wenn ich zu meinem zehnjährigen Jubiläum mal nach Ägypten gehe, weil ja der Name ‚Sphinx’ meines Verlages deutlich auf Ägypten hin weist. Ursprünglich hatte ich die Absicht die Sphinx im Spiel als besonders Element einzubauen. Dann hat es aber doch nicht gepasst und so ist es jetzt ein Spiel in Ägypten ohne die Sphinx geworden.
Des Weiteren bin ich auch ein Fan von ganz klassischen Gruselstorys, die für mich ein ganz eigenes Flair haben. Und Mumien sind eines der klassischen Gruselthemen überhaupt.“

Mit welchen Mechanismen schaffst du es, dieses Thema so umzusetzen, dass es einen Aha-Effekt gibt und den Spielern Spaß macht? Was sind die wichtigsten Mechanismen?
„Ich muss jetzt ehrlich gestehen, das mir nicht ganz klar ist, was du mit ‚Aha-Effekt’ meinst.
Ein besonderer Mechanismus ist, dass viele Karten keinen festen Wert haben. So hängt der Wagemut der Hilfskräfte davon ab, wie viel Geld die Spieler ihnen bezahlen. Aber auch die Werte der Mumie entwickeln sich im Spiel, je nach Verlauf ganz unterschiedlich.
Natürlich glaubt zunächst keiner der Charaktere an ‚lebende’ Mumien! Daher ist der Schrecken, den die Mumie zu Beginn des Spiels verbreitet sehr gering. Dafür ist die Kraft der Mumie aber am Anfang sehr groß, denn die Mumie bezieht ihre magischen Kräfte aus ihrer Grabstätte, die dann noch weitgehend unberührt ist.
Da die Charakter, zu Beginn des Spiels nur selten Angst vor den Angriffen der Mumie haben, führt dies unter Umständen dazu, dass sie sich auf leichtsinnige Kämpfe einlassen. Mit jeder Verletzung, welche die Mumie Personen bei Kämpfen zufügt, steigt aber der Schrecken, der von ihr ausgeht.
So steigt im Spielverlauf der Schrecken vor der Mumie zunehmend, obwohl ihre Macht gleichzeitig immer mehr schwindet. Denn die Mumie bezieht ihre Kraft aus ihrer Grabstätte und mit jeder Grabung, wird ein Stück dieser bösen Kräfte abgebaut. So kann es sein, dass sich am Ende keiner mehr findet, der sich traut gegen eine völlig geschwächte Mumie anzutreten.
Ziel der Mumie ist es, möglichst viele Teile ihrer Grabstätte und damit auch ihre Kraft zu sichern. Des Weiteren trachtet sie danach möglichst großen Schrecken zu verbreiten, indem sie viele Kämpfe für sich entscheidet. Ziel der Charaktere ist es, eben dieses zu verhindern, dazu sollten sie zunächst möglichst zusammenarbeiten, um möglichst früh Kämpfe gegen die am Anfang übermächtige Mumie zu gewinnen. Des Weiteren sind die Charaktere auf erfolgreiche Grabungen angewiesen, um weitere Grabungen und kostspielige Ausrüstungen finanzieren zu können. Gegen Ende des Spiels wandelt sich die Ziele der Charakter-Spieler. Je schwächer die Mumie wird, desto mehr beginnen sie gegeneinander zu kämpfen, um das Spiel für sich zu entscheiden, was unter Umständen wiederum dazu führen kann, dass dann die geschwächte Mumie trotzdem gewinnt.“

Gibt es einen Tipp für Spieler, die Im Bann der Mumie das erste Mal spielen? Worauf sollten sie besonders achten?
„Dass das Geld fließt! Wer auf seinem Geld hockt und nichts riskiert, unterstützt nur die Mumie. Des Weiteren sollte man am Anfang wirklich Kooperativ spielen und sich nicht zu früh gegenseitig stören. Denn jeder Kampf, den ein Konkurrent gewinnt, schwächt auch die Kraft der Mumie und nur dann, wird man am Ende auch alleine gegen sie kämpfen können.
Der Mumie kann ich nur empfehlen, die Kräfte nicht zu sehr aufzuspalten und vor allem zu Bluffen, damit sich die Spieler auch auf Kämpfe einlassen.
Ansonsten gilt für alle: Nicht zu früh die Flinte ins Korn werfen, bis zum Ende ist in der Regel in diesem Spiel alles offen, auch wenn es manchmal zwischendurch ganz anders aussieht – was mir persönlich an diesem Spiel besonders gut gefällt.“

Die Schwarze Reihe ist ja per se keine Reihe für typische „Familienspieler“. An wen richtet sich deine Neuheit?
„Wohl wahr, dieses Spiel ist kein Familienspiel. Dieses Spiel ist mehr etwas für Leute, die gerne Rollenspiel und/oder Abenteuerspiele wie Descent oder auch Arkham Horror spielen. Wobei die Spielweise eine völlig andere ist. Das Spiel ist komplex und hat eine entsprechende Spielzeit.“

Wird es sich für Messe-Besucher lohnen, das Spiel vorzubestellen?
Klar, der Preis ist jetzt einmalig günstig. Des Weiteren sind bei mir alle Vergünstigungen kumulativ, d. h., mit dem Gutschein, den man sich hier downloaden kann, ist das Spiel dann noch mal ein Euro günstiger.“

Fotoalbum
Wir haben einige Vorab-Grafiken zum Spiel. Hier geht es zu unserem Fotoalbum

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