Age Of Empire

ein spielerischer Artikel von Björn Kalies - 16.05.2009

Auf der Internetplattform Boargame Geek gibt es immer wieder die Diskussion, dass die Entdeckungen bei Age of Empire III zu sehr glückslastig sind. Einhergehend sind die Versuche, diesen Glücksanteil zu reduzieren.

Im Original ist es so, dass die Entdeckungen einen Glücksanteil haben müssen, sonst wären es ja nur reguläre Überfahrten zu bekanntem Gebiet. Der Spieler bekommt aber für fünf Kolonisten sieben Siegpunkte und ein anderer für gleich viele Kolonisten nur vier Siegpunkte - weil er weniger zu kämpfen hatte. Hier setzt eine minimale Regelvariante an: Wenn es für viele Kolonisten wirklich nur sehr wenig Gegenwehr gab, kann ein weiterer Kolonist im erforschten Gebiet bleiben - es sind ja nicht alle beim Kämpfen "draufgegangen".

Die Regelvariante (Der Kaptain zählt als zwei Kolonisten!): Wenn der Wert der Kolonisten, die ein Gebiet entdecken (meist fünf) abzüglich der Anzahl der Einheimischen (bis zu fünf) noch mindestens drei als Restwert ergibt, darf ein weiterer Kolonist im erforschten Gebiet stehen bleiben.

In der Praxis sieht das dann so aus: Geht man mit Kolonisten im Wert fünf auf Entdeckungsreise und trifft nur einen oder zwei Einheimische, verbleiben zwei Kolonisten im Gebiet. Dabei ist es auch erlaubt, mit mehr als fünf Kolonisten loszuziehen, um die Chance auf einen weiteren Kolonisten im Gebiet zu erhöhen (neben der höheren Geldausbeute).

Diese kleine Änderung gleicht den Nachteil ein wenig aus, dass man für die gleiche Leistung bis zu drei Siegpunkte weniger bekommt als ein anderer. Mit zwei Kolonisten in einem Gebiet kann man sich zumindest die Bonusware leichter sichern und hat einen Vorteil bei der Mehrheitenbildung.

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