1, 2 oder 3 - Das Spiel

eine Spielerezension von Nina Hälker - 13.02.2008
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1, 2 oder 3 - Das Spiel - Foto Clementoni
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Was ist Akustik? Wer ist Jim Knopf? Wie heißen die Papierschnipsel, mit denen an Karneval geworfen wird? Was sind Kaulquappen? Wie wächst Tee? Warum wurden in Ägypten neben den großen Pyramiden auch kleine Pyramiden gebaut? Das Spiel, das wohl jeder aus seiner Kindheit als Fernsehquiz kennt, gibt es nun als Brettspiel mit 400 Fragen - einfachen und schwierigen, lustigen und ernsten, unsinnigen, wissenswerten und einleuchtenden. Eine Variation von Wer wird Millionär? als Kinderedition. Inklusive des Nervenkitzels, wer wohl die richtige Antwort getippt haben mag. Die Wertung erfolgt in (leider nur zweidimensionalen Papp-) Reagenzgläsern, die pro korrekter Antwort mit einem weiteren Ball aufgefüllt werden. Gespielt wird einzelkämpferisch oder in Teams, wodurch bis zu neun Kinder gleichzeitig spielen können. Die Fragenthemen sind sehr breit gefächert und stammen aus unterschiedlichen Wissensgebieten, unter anderem Kinderliteratur, Naturwissenschaften, Geographie, Geschichte und Allgemeinwissen. Der Schwierigkeitsgrad der Fragen ist sehr verschieden und findet im Spiel nach dem Zufallsprinzip Einsatz. Hier wäre eine erkennbare Staffelung der unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade sinnvoll gewesen, um das Spiel gezielt mit Kindern verschiedener Altersgruppen spielen zu können. Zum Spielverlauf: Der Moderator liest eine Frage und die drei möglichen Antworten vor. Wenn nach der Ansage "1, 2 oder 3, letzte Chance - vorbei" alle Spieler sich für eine Antwort entschieden und ihre Spielsteine auf die entsprechenden Antwortfelder gestellt haben, gibt der Moderator mit Hilfe eines magischen Stifts die Lösung bekannt. Die Berührung der Stiftspitze mit den Punkten auf der Fragekarte bewirkt jeweils einen Verloren-Ton oder ein Gewonnen-Geräusch mit einem leuchtenden Lämpchen. Dieses Spielutensil trägt definitiv Entscheidendes zum Reiz des Spiels bei und bewirkt, dass auch der Moderator die Antwort noch nicht früher weiß als die Spieler. Neben dem kleinen Nachteil des Spiels, dass die Punkte aus den Schablonen sehr schnell wieder herausfallen, gibt es nur einen weiteren Designaspekt, der bei einer Wiederauflage bedacht werden könnte: Die Fragen sind in extrem kleiner Schrift geschrieben, was es gerade ungeübten jungen Lesern oder Leseanfängern erschwert, als Moderator tätig zu werden. Ein tolles Spiel, das den Wissensdurst weckt, Wissenslücken aufspürt und sich trotz der Nachahmung aus dem Fernsehen die Spannung und den Glamour bewahrt hat.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
2 - 9
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
7
Jahrgang: 
2005
Spielkategorisierung
Spielefamilie: 
Spielegattung: 
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