Apokalypse

Das Ende der Welt steht bevor

eine Spielerezension von Stephan Kurschat - 09.09.2009
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Apokalypse - Foto Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

... und darauf gilt es sich vorzubereiten in diesem dem Thema angepasst ganz in schwarz-weiß gehaltenen Kartenspiel. Jeder bekommt zu Beginn eine geheim zuhaltene Gesinnung (gut oder böse) zugelost, die entscheidend für die eigenen Siegbedingungen ist. Will man nun das Böse unterstützen oder doch eher das Gute im Menschen fördern.

Dabei helfen die Spielkarten, von denen jede mehrere Funktionen besitzt. Vor sich ausliegen hat man seinen eigenen Spielbereich, der nach links hin die guten Menschen zeigt und nach rechts die bösen. Dazu gibt es noch im darüber liegenden Himmel oder der darunter liegenden Hölle die Möglichkeit, Schutzkarten auszuspielen.

Jeder Spieler kann nun bei sich oder auch bei den Mitspielern beliebig Karten anlegen. Dies können zusätzliche Menschen sein (gut oder böse), Schutzkarten für die entsprechenden Menschen (der beste Schutz ist übrigens die Musik; für gute Menschen Kirchenmusik und für böse Menschen Heavy-Metal-Musik), Unterstützungskarten, die die Anzahl der am Zugende nachzuziehenden Karten beeinflussen, oder Gesinnungswechselkarten, mit denen man die Gesinnung eines Menschen nachträglich ändern kann, beziehungsweise Gewaltkarten, mit denen man Menschen vom Spielfeld entfernen kann. Gegen die letzten beiden Karten kann man sich auch noch mit entsprechenden Gegenkarten schützen. Am Rundenende werden dann die Handkarten aufgefüllt. Dabei kann nun einer der Apokalyptischen Reiter aufgedeckt werden, der dann auch sofort zur Tat schreitet und alle Menschen tötet, unabhängig ob gut oder böse, die nicht entsprechend geschützt sind. Der Schutz sieht dabei jeweils unterschiedlich aus. Gegen den ersten Reiter schützen ABC-Masken, beim zweiten schützt man sich mit Helmen, beim dritten mit Nahrung und gegen den vierten Reiter, der auch gleichzeitig das Spielende herbeiführt, muss man sich mit allen drei Schutzgegenständen ausstatten.

Nach jedem Reiter kommt es zu einer Wertung, bei der jeder Spieler Punkte bekommt, wenn von seiner Bevölkerung mehr Menschen überlebt haben, als durch den Reiter gestorben sind. Der Spieler mit den meisten Punkten bekommt dann noch ein Siegel, das er im weiteren Spielverlauf als zusätzlichen Schutz oder am Ende als Siegpunkte einsetzen kann.

Nach dem vierten Reiter gewinnen dann entweder alle guten Spieler gemeinsam oder der erfolgreichste böse Spieler oder es gewinnt kein Spieler, abhängig davon, wie viele gute und böse Menschen überlebt haben und über wie viele Siegpunkte die einzelnen Spieler verfügen.

Das Spiel gewinnt durch die unterschiedlich einzusetzenden Spielkarten und durch die Interaktionen mit den anderen Spielern. Man muss sich allerdings erst einmal durch die nicht sehr einfach gestaltete Anleitung quälen und mit den teilweise verwirrend aufgebauten Spielkarten zurechtkommen. Dann bekommt man aber, eine Portion Schwarzer Humor vorausgesetzt, ein interessantes, etwas anderes Kartenspiel geboten.

Spieleinfo

Verlagsangaben
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Jahrgang: 
2008
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