Arithmetikus

eine Spielerezension von Claudia Stroemer - 30.04.2007
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Arithmetikus von SpielKa
Lesezeit: ca. 2 Minute

Wie man am Titel schon erkennt, handelt sich um ein mathematisches Spiel. Während Kinder das erst einmal nicht so einladend finden, freuen sich die „Großen“ schon darauf, mal wieder unter dem Deckmantel des Spielens, ihre Zöglinge zum Lernen zu bewegen. Und das funktioniert sogar.

Auf den 48 Spielkarten sind Zahlen und die entsprechende Punkteanzahl von eins bis 24 abgebildet. Die Primzahlen sind rot und die anderen blau. Außerdem gibt es noch einen Joker, welcher beliebig eingesetzt werden darf.
Zwei Spieler oder Mannschaften sollen sich ein Duell liefern. Jede Seite erhält nun vier Karten. Der restliche Stapel wird zum Ziehen benötigt. Eine Karte wird aufgedeckt in die Mitte gelegt. Aus den gegebenen vier Karten soll jetzt anhand der Grundrechenarten eine Aufgabe kombiniert werden, die zu dem Ergebnis führt, das die Karte in der Mitte vorgibt.

Wer eine Kombination geschafft hat, legt sie nun in gesonderten Stapeln vor sich ab. Mit Glück oder bei guten Rechenkünsten sind das alle Vier. Oft schafft man nur zwei oder drei Karten, dann kann man sich so viele vom Stapel nehmen, bis wieder vier auf der Hand sind. Lässt sich daraus auch keine Aufgabe kombinieren, dann dürfen so viele wie nötig gezogen werden. Ziel ist es, möglichst viele Rechenwege und somit Karten zu sammeln.

Wenn der Stapel leer ist, ist das Spiel beendet und es geht ans Auswerten. Jeder muss nun seinem Gegner die einzelnen Kombinationen vorrechnen. Stimmt eine Lösung nicht oder ist sie nicht mehr nachvollziehbar, dann gibt es Punkteabzug. Ebenso für zu viel gezogene Karten. Sieger ist, wer am meisten Karten übrig hat.

Die Spielregel ist etwas kompliziert geschrieben, jedoch nicht unüberwindbar. Abseits davon ist dieses Kartenspiel nicht nur für Kinder eine interessante Herausforderung. Unter Zeitdruck möglichst klaren Kopf zu bewahren, ist für alle eine gute Übung. Die Aufgabenstellung ist relativ einfach, die Umsetzung kann aber sehr viele Möglichkeiten beinhalten und das gibt dem Spiel seinen Reiz. Als Lehrstoff im Unterricht würde es bei manchem Schüler wohl den Ehrgeiz wecken. Kinder, die eh schon Spaß am Rechnen haben, werden auch in der Schulpause weiter spielen wollen. Dies gilt ebenso für die andere Spielvariante, in der man, wie bei Uno, möglichst viele Karten loswerden muss.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
7
Jahrgang: 
2007
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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