Atmosfear

eine Spielerezension von Armando Schmidt - 31.12.2006
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Atmosfear von
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Der Spielplan zeigt einen kreisförmigen Rundlauf, auf welchem sich die Spielfiguren fortbewegen. Von diesem Kreis gehen mehrere Wege nach innen zum eigentlichen Zielfeld in der Mitte des Spielbrettes, der so genannten Pforte des Grauens.

Man würfelt wahlweise mit einem oder zwei Würfeln und zieht auf dem kreisrunden Spielfeld, immer auf der Suche nach den verschiedenfarbigen Schlüsseln. Zusätzlich kann man auf Sonderfeldern landen und so zum Beispiel Schicksalkarten oder Zeitkarten ziehen, um dadurch verschiedene Spielereignisse ins Geschehen einzubringen. Weitere Sonderfelder erlauben ein schnelleres Vorankommen durch Hüpfen, durch wieder andere Sonderfelder kann man einen Mitspieler zu einem Duell auffordern und ihm so einen der begehrten Schlüssel abluchsen. Man kann auch die Wege, welche nach innen führen, als Abkürzung benutzen. Allerdings sollte man beim Abkürzen im Besitz aller sechs verschiedenen Schlüssel sein, da der Torwächter bei seinem Erscheinen auf dem Bildschirm jeden bestraft, den er auf diesen verbotenen Wegen erwischt. Über die Art der Bestrafung schweigt sich die Spielanleitung leider aus. Sobald man nun die sechs verschiedenfarbigen Schlüssel sein Eigen nennt, kann man zur Pforte des Grauens ziehen und dort versuchen, das Spiel zu gewinnen.

Klingt wie ein einfaches Würfelspiel? Ist es auch es eigentlich auch! Wenn da nicht die beiliegende DVD wäre. Parallel zum Spiel läuft eine DVD genau 49 Minuten wie eine Art Countdown mit. Dadurch meldet sich in unregelmäßigen Abständen der Torwächter auf dem TV-Bildschirm und spricht zu den Spielern, beschimpft sie, beleidigt sie oder gibt ihnen Befehle und Anweisungen. Ob dies jedermanns Geschmack ist, muss man für sich selber entscheiden. Wenn man sich allerdings darauf einlässt, spielt man das Spiel am besten in einem abgedunkelten Raum und erlebt so eine passend umgesetzte gruslige Spielatmosphäre inklusive schaurigem Soundtrack und kleinen Schreckmomenten.

Ansonsten ist der Spielmechanismus sehr einfach gehalten. Aufgrund der ablaufenden Zeit der DVD wird es stellenweise sogar etwas hektisch. Im Vergleich zur VHS-Variante, die es vor Jahren gab, sind durch die DVD Technik schon einige bedeutende Verbesserungen auszumachen: Durch die viel besseren Grafik, die sehr gute Musikuntermalung wird eine gute Atmosphäre aufgebaut und man wird perfekt in die schaurige Stimmung versetzt. Auch die Reihenfolge der Ereignisse auf dem Bildschirm werden nun bei einem Neustart ab und zu gewechselt und somit wird auch der Spielablauf immer wieder leicht verändert. Jedoch ruckelt die DVD ab und zu, was sich auf Dauer als recht störend erweist.

Das gesamte Spielmaterial, besonders die verschieden modellierten Spielfiguren sind schön anzusehen. Die Spielanleitung ist sowohl auf Papier wie auch grafisch recht gut umgesetzt auf der DVD vorhanden. Leider bleiben trotz dieser beiden Varianten immer noch Fragen offen.

So sollte man keine all zu hohen Erwartungen an das Spiel haben. Wie bereits erwähnt, ist und bleibt es ein einfaches Würfelspiel. Wie beim Klassiker Mensch ärgere Dich nicht würfelt man, um voranzukommen und um so wie in diesem Falle die begehrten Schlüssel zu finden. Den einen genügt dies, um in Verbindung mit den Ereignissen auf der DVD begeistert an das Spiel zu gehen, bei den anderen wird das Spiel nach einer Partie im Spiele-Regal verstauben.

 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
3 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
12
Jahrgang: 
2005
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