Aztlan

Aufstieg der Azteken

eine Spielerezension von Alice Riemer - 28.04.2013
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Aztlan von Heidelberger Spieleverlag/Ares
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Man muss sich gar nicht oder kaum in der Mythenwelt der Azteken auskennen, um dieses Spiel spielen zu können. Für alle die es dennoch interessiert, hier ein paar einleitende Worte zum Brettspiel Aztlan:

Aztlan ist ein mythisches Land, in dem vier Stämme unter den prüfenden Blicken ihrer Götte danach streben, das Volk der Azteken zu Macht und Größe zu führen. Die Stämme wurden nach ihren Totemtieren benannt, welche ihre Könige in alter Zeit als Schutzpatron auserkoren hatten. In friedlichen, ruhigen Zeiten herrschte Reichtum und Wohlstand für alle. Jedoch bevorzugen die grausamen Götter der Azteken diejenigen, die Krieg führen. Das bedeutet in diesem Spiel, dass fünf Zeitalter durchspielt werden und dass es am Ende nur einen Stamm geben wird, der in Aztlan bleiben darf. Die anderen drei Stämme müssen ins Exil.

Daraus erschließt sich, dass dieses Brettspiel für zwei bis zu maximal vier Mitspieler ausgelegt ist. Für den Fall, dass es nur zwei Mitspieler gibt, wird eine Spielvariante “Götter der Azteken“ benötigt. Diese Spielvariante wird ausführlich in der Spielbeschreibung erläutert und findet an dieser Stelle keine weitere Erwähnung.

Aztlan besteht aus 120 Stammesfiguren in vier verschiedenen Farben, 24 Machtkarten, 30 Kulturkarten, eine Bonuswertungskarten, fünf Pyramiden und einen Spielplan. Der Spielplan stellt das mythische Atzlan dar, das in 30 Gebiete aus fünf verschiedenen Gebietstypen (Dschungel, Wüste, Gebirge, Terassenfelder, Stadt) aufgeteilt ist. Außen herum verläuft eine Wertungsleiste, auf der die Spieler mit ihren Pyramiden ihre Siegpunkte markieren. Außerdem gibt es noch zwei kleinere Leisten bei Aztlan, für das aktuelle Zeitalter und die Spielerreihenfolge.

Es werden insgesamt fünf Runden/Zeitalter gespielt, wo letztendlich nur ein Volk in Atzlan verbleiben darf. Für jedes Zeitalter wird genau vorgeschrieben wie viele Stammesfiguren eingesetzt werden. Jedes Zeitalter besteht aus vier Phasen: Wahl, Ausbreitung, Konflikt und Wertung. Ziel in jeder Runde ist es, seine Stammesfiguren möglichst geschickt in den Gebieten zu verteilen, sodass  der Spieler in den Konfliktsituationen entscheiden kann, ob er den Konflikt austragen oder die beiden Völker in Koexistenz leben will. Bei einer Koexistenz kann der führende Spieler eine Kulturkarte ziehen, die er bei jeder passenden Gelegenheit zu seinem Gunsten im weiteren Spielverlauf nutzen kann. Das Spiel beinhaltet eine große Menge an Regeln, die zu beachten sind und dadurch das Spiel während der gesamten Zeit spannend lässt. Durch die abschließende Endauswertung kann der gesamte Spielverlauf noch einmal anders aussehen. Spieler, die punktemäßig recht weit zurück liegen, können durch geschicktes Ausspielen der Machtkarte und ggfs. der Kulturkarten das Spiel noch gewinnen.

Auch wenn man das Regelwerk halbwegs gut beherrscht und nicht ständig in der Spielbeschreibung nachlesen muss, reicht die angegebene Zeit von einer Stunde nicht aus. Dennoch macht das Spiel großen Spaß, sogar wenn man nicht so viel Erfahrung mit Strategiespielen hat.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
13
Spieldauer (Minuten): 
60
Jahrgang: 
2012
Spielkategorisierung
Spielegattung: 
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