Badaboom

eine Spielerezension von Carsten Pinnow - 31.12.2006
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Badaboom von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Der oberste Nekromant ist außer sich: Seine Armee der Finsternis wird neuerdings mit explodierenden Geschossen bombardiert! Doch halb so schlimm, denn erstens kann er ja seine Kobolde mit den Blindgängern herumexperimentieren lassen um die Funktionsweisen der Bomben zu erlernen, und zweitens ist die Wiederbelebung von Kobolden mittels einfacher Magie verhältnismäßig „billig“. Dummerweise handelt es sich bei den herumexperimentierenden Koboldingenieuren im Bombenforschungskeller um die Spieler ...

Der Spielablauf dieses Kartenspiels ist gewohnt simpel: Eine Bombe, die mehrere Sicherheitsmechanismen (Karten) enthält, wird reihum weitergereicht. Damit dürfen die Spieler „herumexperimentieren“. Das heißt, eine der „eingebauten“ Karten durch eine Handkarte austauschen. Sobald alle Sicherheitsmechanismen entfernt sind, ist die Bombe scharf und geht beim nächsten Spieler hoch. Die Handkarten können sowohl vor als auch nach den Experimentierphasen gespielt werden und allerhand bewirken: Weiterreichen der Bombe, Veränderung des Explosionsschadens, Schutz vor Explosionen ... Da zudem ab dem Zeitpunkt des Scharfmachens einer Bombe stets angesagt werden muss, welche Auswirkungen die Explosion haben wird, können sich die Spieler jederzeit noch mit dem Ausspielen einer Karte vor dem (sicheren) Tod retten. Sowohl für das Überleben als auch für gesammelte Sicherheitsmechanismen der überlebenden Spieler gibt es Goldmünzen zur Belohnung. Für die Getöteten ist das Spiel aber nicht gleich vorbei, denn sie werden sofort wieder belebt. Das Spiel endet, sobald ein Spieler zehn Münzen gesammelt hat – er darf sich aus dem Bombenkeller „freikaufen“.

Welche Handlungsoptionen man hat, hängt im Wesentlichen von den Karten ab, die man zieht. Besonders die Schutzkarten sollten gut aufgehoben und erst dann eingesetzt werden, wenn die Bombe hochzugehen droht. Keinesfalls sollte man sie gegen Karten aus Bomben tauschen, denn nur wenn man überlebt, sammelt man auch genug Punkte. Dies ist umso wichtiger, da es auch Schutzkarten gibt, die die Explosionswirkung auf Mitspieler umlenken. Ein präventives Ausspielen einer Schutzkarte unmittelbar vor der Detonation ist somit oftmals eine gute Idee.

Badaboom fügt sich unauffällig in die Palette der kurzweiligen Fantasy-Fun-Spiele à la Munchkin ein und eignet sich mit seinem leicht chaotischen Ablauf hervorragend für pubertierende Teenager mit Hang zur Planlosigkeit. Wie bei den Vorgänger-Spielen des schwedischen Verlages handelt es sich dabei um ein Funspiel, hier der Marke „Oh cool! Da steht ein Troll, den verklopp’ ich…“. Die Hoffnung, der Verlag würde dieses Mal ein echtes Spiele-Highlight erschaffen, zerplatzt jedoch wie eine Seifenblase. Big Badaboom!

 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
3 - 5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
12
Jahrgang: 
2005
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