Basari

Gewinnen ist Verhandlungssache

eine Spielerezension von Jürgen Strobel - 26.12.2014
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Gesellschaftsspiel Basari - Foto von NSV

Orientalische Gewürze steigen uns in die Nase! Überall sieht man auf dem Basar ein reges Treiben in denen sich viele Geschäfte aneinanderreihen und Ihre orientalischen Waren feilbieten. Es wir hart verhandelt und nur der Cleverste wird am Ende des Tages ein hübsches Sümmchen einnehmen. In dem Kartenspiel Basari von Reinhard Staupe (Nürnberger Spielkartenverlag) versuchen die Spieler durch das Ausspielen von Aktionskarten an Siegpunkte oder Mehrheiten in den vier verschiedenen Edelsteinfarben zu erlangen. Um dieses höhere Ziel erreichen zu können, bekommt jeder Spieler erst einmal zwölf Edelsteine, drei pro Farbe. Drei Aktionskarten (A, B, C ) Die restlichen Edelsteine die Wertungskarten und die gut durchgemischten Basarkarten kommen in die Tischmitte. Schwupps noch Papier und Stift bereit gelegt und schon kann es losgehen. Die Spieler bluffen und verhandeln insgesamt drei Durchgänge lang. Nach jedem Durchgang erfolgt eine Wertung. Dabei wird jede Runde auf dieselbe Weise gespielt.

So wird Basari gespielt

Reihum wird für jeden Spieler eine Basarkarte gezogen und offen vor Ihm ausgelegt. Auf jeder dieser Basarkarten sind drei Dinge in unterschiedlicher Anzahl und Farbe zu sehen. Ganz oben auf der Karte sind ein bis vier Arbeiter abgebildet. In der Mitte ein Kreis mit einer Zahl darin (Siegpunkte) und ganz unten verschieden Farbige Edelsteine in unterschiedlicher Anzahl.

Basari: Bieten wie auf dem Basar

Kommen wir nun zu den drei Aktionskarten zurück. Jede dieser Karte steht für eine bestimmte Aktion, die die Spieler durchführen können. Zum einen können sie mit der Aktionskarte A sofort die oberste Basarkarte ziehen, mit B bekommen sie sofort die Siegpunkte gutgeschrieben, die auf der Zahl im Kreis auf der eigenen Basarkarte angegeben ist, und wiederum mit C erhalten sie die Anzahl an Edelsteinen der Farbe, die darauf zu sehen ist. Jeder Spieler sucht sich jetzt heimlich eine Aktionskarte heraus und legt sie erst mal verdeckt vor sich auf den Tisch. Dann decken alle gleichzeitig ihre Karte auf. Haben alle Spieler eine andere Aktionskarte gewählt, so werden diese nacheinander abgehandelt. Zuerst Aktion A, B und C. Sollten aber genau zwei Spieler die gleiche Aktion gewählt haben, so müssen sie untereinander verhandeln, wer nun die Aktion ausführen darf. Dazu gibt der Spieler mit den meisten roten Edelsteinen ein Startgebot ab. Diese kann aus beliebig vielen und verschiedenen Edelsteinen bestehen. Entweder akzeptiert der zweite Spieler das Angebot oder aber er muss es mit mehr Edelsteinen oder mit höherwertigen Edelsteinen überbieten.

Die Wertung bei Basari

Ein Durchgang endet, sobald ein oder mehrere Spieler 15 Arbeiter oder mehr besitzen. Am Ende eines jeden Durchgangs werden alle Edelsteinfarben nacheinander gewertet. Wer die Merheit von einer Farbe hat, bekommt die vollen Siegpunkte gutgeschrieben, wie auf der Wertungskarte angegeben. Am Ende der Wertung bekommt jeder Spieler noch 15 Siegpunkte falls man 15 Arbeiter besitzt. Man spielt so drei Durchgänge. Alle Basarkarten werden wieder gemischt und als neuer Zugstapel bereitgelegt. Alle Spieler behalten Ihre Anzahl an Edelsteinen, die sie gerade besitzen. Wer nach drei Durchgängen die meisten Siegpunkte erspielt hat, ist Gewinner von Basari und somit der cleverste Händler.

Wie gut ist das Gesellschaftsspiel Basari?

Basari funktioniert! Aber am besten zu dritt. Denn je mehr Spieler am Tisch sitzen, desto chaotischer wird es. Denn der Haupteil des Spieles ist der Mechanismus "ich denke, du denkst". Bei drei Spieler mag dies noch gut funktionieren, aber sobald vier oder mehr am Spieltisch sitzen, wird es sehr schwer. Zu dritt dagegen macht das Gesellschaftsspiel Basari Spaß. Da jeder seine aktuelle Basarkarte offen vor sich ausliegen hat, kann man sich ungefähr denken, worauf jeder Spieler zielt. Das Element der Verhandlung bringt zusätzliche Würze in das Spiel. Wobei auch hier klug taktiert werden muss. Sollte man doch ein gesundes Maß an Selbstdiziplin an den Tag legen. Denn wer zu viel bietet, kann dadurch später ins Hintertreffen gelangen.

Die Ausstattung ist gut, auch die Edelsteine in den vier Farben sehen sehr schön aus. Basari ist in meinen Augen ein gutes Kartenspiel, das mit drei Spielern am meisten Spaß macht.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
3-5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10-
Spieldauer (Minuten): 
30
Jahrgang: 
2014
Spielkategorisierung
Fotos
Spieleschachtel des Gesellschaftsspiels Basari - Foto von NSV
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