Biberbau & Co.

eine Spielerezension von Eva Timme - 05.10.2013
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Biberbau & Co. von Haba
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Cant-Stop-Varianten sind vor allem als Kinderspiele sehr beliebt. Auch in unseren Spielerunden ist das so, so dass wir uns freuen, wenn eine neue Varianten, mit vielleicht etwas anderen Zutaten auf den Tisch kommt.

Auch bei der Variante von Biberbau & Co (Haba) werden Karten gezogen und auch hier haben die Spieler die Möglichkeit, sich zu entscheiden, rechtzeitig aufzuhören oder weiter zu ziehen, um eine wertvollere Kombination zu erreichen. So versucht bei Biberbau & Co jeder Spieler für seine Tiere (Hase, Frosch, Biber und Hamster) das schönste Haus zu bauen. Auf den Karten sind Stockwerke abgebildet - die Zeichnungen kam bei Groß und Klein gut an - und jedes Tier hat eine genaue Vorstellung davon, wie groß sein Haus sein soll. Der Frosch ist schon mit einem kleinen Haus mit zwei Stockwerken zufrieden, der Hase hätte gerne drei und der Biber braucht Platz und möchte mindestens vier Stockwerke haben, damit er sich wohl fühlt. Der Hamster hingegen ist sehr flexibel - er fühlt sich in jedem Haus wohl, das ein bis fünf Stockwerke hat. Ist er allerdings einmal eingezogen, richtet er sich direkt häuslich ein und weigert sich, noch einmal umzuziehen. Es gilt also gut zu überlegen, wann man dem Hamster ein Haus anbietet.

Der Spieler, der am Zug ist, deckt also Karten vom Stapel in der Mitte auf. Dort sind verschiedene Stockwerke abgebildet. Solange kein gleiches Stockwerk aufgedeckt wird, ist alles gut. Denn kein Tier möchte in ein Haus ziehen, was aus gleichen Stockwerken besteht. Passiert es doch, ist der Zug beendet und der Spieler verteilt die schon aufgedeckten Karten an die anderen Mitspieler. Jeder bekommt eine Karte, sind es zu wenige, darf der Spieler entscheiden, wer eine Karten bekommt, sind es zu viele Karten, wandern die restlichen Karten in die Schachtel zurück.

Insgesamt gibt es genau fünf verschiedene Stockwerke - jedes Stockwerk je zehnmal. Dem Hamster ein Haus mit fünf verschiedenen Stockwerken zu bauen, ist also ganz schön schwierig. Auch der Biber macht es einen mit vier Stockwerken nicht leicht. Deshalb hat er auch eine Belohnung parat, schafft man es, dem Biber ein Haus zu bauen, gibt er eine Himbeerbrause aus und man ist gleich noch einmal am Zug.

Hat man es geschafft, einem Tier ein Haus zu bauen, und sagt, man möchte aufhören und keine weiteren Karten mehr ziehen, so darf man Tier und Stockwerke als Punkte vor sich ablegen. Außerdem kann man Punkte sammeln, wenn ein anderer Spieler zwei gleiche Stockwerke aufdeckt und die Karten dann verteilt. Auch diese legt jeder auf seinen Punktestapel.

Auf den ersten Blick ist Biberbau & Co eine „normale“ Variante des Klassikers Can't Stop. Auf den zweiten Blick gibt es zwei Variable:„ziehe ich noch eine Karte oder nicht?“ und „lasse ich meinen Hamster in dieses Haus einziehen, oder versuche ich ihm noch ein größeres zu bauen?“ Das Spiel endet, wenn alle Tiere eines Spielers in ein Haus eingezogen sind. Das im Auge zu behalten, war für die kleineren Kinder schon zu schwierig, hat aber Kinder ab 6 - 7 Jahre Jahren durchaus ebenfalls noch herausgefordert. „Vielleicht lasse ich meinen Hamster einfach in ein Haus mit nur einem Stockwerk einziehen - die anderen haben alle noch den Biber oder den Hasen ohne Haus, ich habe  wenig Karten verteilen müssen, aber selber einige bekommen ... Ich denke, ich kann auch gewinnen, wenn mein Hamster ein kleines Haus hat“.

Damit entschieden sich das Kind das Spiel zu beenden und hat dann hoffentlich gut aufgepasst, wie viele Punkte die anderen Kinder haben. In unseren Spielerunden ist das Kidnerspiel, auch durch die kurze Spieldauer gut angekommen. Kleinere Kinder hatten Spaß daran, bunte Häuser für die Tiere zu legen.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
4 - 99
Spieldauer (Minuten): 
10
Jahrgang: 
2013
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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