Blöder Sack

eine Spielerezension von Bianca Bettels - 01.10.2014
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Gesellschaftsspiel Blöder Sack - Foto von Kosmos
Lesezeit: ca. 3 Minute

Manchmal wird einem der blöde Sack einfach vor der Nase weg geschnappt. Das Fazit vom Verlag Kosmos zu diesem Spiel lautet: Ein kurzweiliges Würfelspiel mit Pfiff. Nachdem das Spiel bereits von mehreren Testgruppen getestet wurde, wurde natürlich auch wieder die Doppelkopfrunde zusammen getrommelt. Schließlich haben wir früher auch oft gekniffelt. Würfelspiele sind uns also vertraut.

Wie wird Blöder Sack gespielt?

Bei diesem Spiel für zwei bis vier Personen ab acht Jahren werden fünf Sackkarten nebeneinander ausgelegt. Auf den Karten sind jeweils ein oder zwei „blöde Säcke“ abgebildet, die später Punkte bringen. Diese Karten gilt es sich zu erwürfeln. Hierfür bekommt jeder Spieler zehn Würfel in einer zuvor von ihm gewählten Farbe. Derjenige, der an der Reihe ist, würfelt mit zwei seiner Würfel und legt diese auf einer Ablagekarte vor der Karte, deren Bedingung er erfüllen möchte, ab. Vor jeder Sackkarte können so maximal neun Würfel plaziert werden. Eine Wertung erfolgt entweder, wenn die Karte voll ist, oder der auf den jeweiligen Ablagekarten abgebildete Pasch (einer, zweier...) gewürfelt wurde. Beim Sechserpasch darf man sich eine Sackkarte aussuchen, die gewertet werden soll. Wer die Bedingung auf der Sackkarte am besten erfüllt, erhält diese. Wenn jemand so vier Sackkarten erhalten hat, ist das Spiel zu Ende und es gewinnt der Spieler, der die meisten Säcke hat.

Wie gut ist das Würfelspiel Blöder Sack von Kosmos?

Man sollte meinen, dass dies ein sehr kommunikatives Spiel ist und man sich ärgert, wenn einem eine Karte direkt vor der Nase weg geschnappt wird. Aber so ist es nicht.

Jeder spielt schweigend vor sich hin und es ist egal, ob man „seine“ Karte bekommt oder nicht. Weil kein Spielreiz aufkommt! Also ein ideales Spiel für alle, die nicht besonders kommunikativ sind. Da Blöder Sack durch die Würfel recht glückslastig ist, kann man nicht besonders viel Steuern, sondern lebt emotionslos mit dem Ergebnis. Je nachdem, welche Bedingungen erfüllt werden müssen, kommt es auch schon mal vor, dass die gewürfelten Zahlen zu keiner Karte passen und man sie ein wenig frustriert einfach irgendwo ablegt. Dass man auch Würfel austauschen darf, gerät dabei völlig in Vergessenheit. Man ist nur damit beschäftigt, seine Würfel auf einem passenden Feld abzulegen. Der Kampf um die Karten wird dadurch oft unterschätzt.

Die Doppelkopfrunde hat übrigens beschlossen, dass dieses Spiel für die Runde nicht geeigent ist. Zu unkommunikativ, und man hat einfach das Gefühl eh nichts ändern zu können.

Die Sache mit der Verpackung

Die Karten und Würfel befinden sich zusammen mit der Spielanleitung in einem gelben Sack. Dies ist eine gute Idee, da man das Spiel so schön handlich verpackt hat und überall mit hin nehmen kann. Auch im Urlaubsgepäck findet sich sicher eine Ecke, wo man es noch „reinquetschen“ kann, ohne Sorge zu haben, dass der Karton in Mitleidenschaft gezogen wird.

Apropos Karton: Die Umverpackung ist scheinbar nur für den Transport vom Geschäft nach Hause gedacht, da der Karton aus sehr dünnem Material ist und schon nach dem fünften öffnen aussieht, als wäre er mehrere Jahre alt und täglich im Gebrauch.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
ab 8
Spieldauer (Minuten): 
25
Jahrgang: 
2014
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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