Brikks

Gut geschoben ist halb gewonnen.

eine Spielerezension von Arno van Mark - 15.11.2019
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Brikks - Ausschnitt - Foto von Schmidt Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Manchmal dreht und wendet man ewig Textbausteine wie bei Tetris, um eine schöne Einleitung zu schreiben. Bei Brikks (Schmidt Spiele) von Wolfgang Warsch, muss man das nicht machen, denn hier reicht im Prinzip als Satz: „Brikks ist Tetris als Brettspiel“.  

Wie spielt man Brikks?

Brikks kommt als klassisches „Roll-and-Write“ Spiel mit einem Spielblock, Würfeln und Stiften daher. Mit den Würfeln ermittelt man einen Tetris-Block (Farbe und Form), den man auf dem Spielblock in einem 10 x 11 Quadrate umfassenden Feld ankreuzt.  Dabei gelten die bekannten Tetris-Regeln: Der Block fällt von oben nach unten bis er auf ein Hindernis trifft. Dann kann er noch nach links oder rechts verschoben werden.

Das gewürfelte Ergebnis, muss nicht im ersten Anlauf akzeptiert werden, sondern kann einmal neu geworfen werden. Danach gilt das Ergebnis im Prinzip für alle der bis zu vier Mitspieler, wobei jeder Spieler Möglichkeiten hat, die Form oder die Farbe des Blocks noch zu verändern. Dies hängt von sogenannten Energiepunkten ab, die jeder Spieler sich im Verlauf des Spiels freischalten kann. Dazu muss ein eingetragener Block ein Farbfeld in der gleichen Farbe einschließen. Schafft es ein Spieler acht oder mehr Kreuze in einer Reihe zu machen, gibt es zudem Bonuspunkte. Dreimal im Spiel können, auf Kosten von Punkten, auch Blöcke durch sogenannte Bomben, zerstört werden.

Gespielt wird, bis kein Spieler mehr einen Stein eintragen kann.  Dann wird ein Gesamtpunktwert  ermittelt. Punkte gibt es dabei für die einzelnen Reihen, für die Bonuspunkteleiste, noch übrige Bomben sowie je zwei nicht verwendete, aber aktivierte Energiepunkte. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

Brikks - Gesellschaftsspiel - Foto von Schmidt Spiele

Wie gut ist Brikks als Familienspiel?

Brikks ein vom Anspruch eher gehobenes Familienspiel. Einigen Spielern fiel der Einstieg zum Spiel nicht so leicht. Das Aktivieren von Energiepunkten und dann das richtige Einsetzen eben dieser hat mindestens eine Partie in Anspruch genommen. Auch die Entscheidungen im Spiel erfordern etwas Erfahrung, um die optimale Kombination von Bonus- und Energiepunkten zu erzielen. Spieler, die zum Bespiel Ganz schön clever vom gleichen Autor schon kannten, waren hier im Vorteil.

Trotz der vielen Grübelei, ist Brikks sehr glücksabhängig. Denn wenn der Block, auf den man sehnsüchtig wartet, nicht gewürfelt wird, hat man meist Pech gehabt. Die Kosten für die Manipulation der Würfel (Energiepunkte) sind sehr hoch, sodass man sie nur selten im Spiel anwenden kann. Hier wünschten sich einige Spieler mehr Einflussmöglichkeiten.  

Für Fans von Tetris kann Brikks uneingeschränkt empfohlen werden. Diese können auch ohne Computer den Klassiker jetzt überall spielen. Alle anderen werden in Brikks sicher ein solides Spiel finden, aber nicht einen Dauerbrenner der Kategorie Ganz schön clever.

Video: 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
1-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
20-30
Jahrgang: 
2018
Spielkategorisierung
Spielegattung: 
Fotos
Brikks - Gesellschaftsspiel - Foto von Schmidt Spiele
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