Todeswanderer

Roman aus der Welt von Das Schwarze Auge

ein Spiele-Artikel von Tanja Weber - 31.03.2005
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Der Nivesenstamm der Lieska-Madukju steht einem grausamen Schicksal gegenüber. Bis auf die junge Celiska werden alle durch eine furchtbare Seuche dahingerafft. Gerade als deren Fähigkeiten als Schamanin erwachen, bleibt sie alleine und ohne Führung zurück. Ohne zu wissen, warum sie als einzige verschont geblieben ist, und noch betäubt von ihrer Trauer macht sie sich auf den Weg, ihre Tante im Lande der Jänak, der Nichtnivesen, zu suchen.

Zusammen mit ihrem treuen Gefährten, dem Hund Kleiner Wolf, muss sie zahlreiche Hindernisse überwinden und lernen, Freund und Feind zu unterscheiden. Die Begegnungen mit einem freundlichen Händler und einem griesgrämigen Söldner bergen einige Überraschungen.

Die Charaktere sind sehr schön ausgearbeitet und es macht Freunde ihre Wege zu verfolgen. Gerade die Probleme und Rätsel, die um das junge Nivesenmädchen Celiska aufgebaut sind, sind spannend und mit viel Gefühl dargestellt. Hier haben nicht nur eingefleischte Aventurien-Fans etwas von der Story, sondern es lohnt sich auch für andere Leser.

Am Ende kann das Niveau vielleicht nicht mehr ganz gehalten werden und manche Nebencharaktere kommen vielleicht etwas zu kurz. Sie tauchen ohne viel Erklärung auf und verschwinden ebenso schnell wieder, sodass man sich etwas überfahren fühlt. Gerade dort fehlt das Feingefühl mit denen bisher die Beziehungsgeflechte dargestellt wurden. Zusätzlich wirkt die Lösung eines Rätsels aus Cels Leben - ohne ins Detail gehen zu wollen - etwas abgehoben für einen Fantasy-Roman.

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