Helden, Mythen & Magie

Musik für Rollenspieler Vol 1: Hohe Fantasy

ein spielerischer Artikel von Tanja Weber - 29.02.2004
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Musik für Rollenspieler. Was erwartet man? Fantasy-Klänge, Mittelaltermusik oder Cyberpunk? Diese CD aus der Reihe "Lunas Fantastsiche Musik" setzt den Schwerpunkt auf Klänge, die dem Mittelalter nachempfunden sind.

Eine nette Zusammenstellung mit einigen guten Songs. Da wäre zum Beispiel das ruhige "Entre Moi Et Mon Amin" von Qntal, dem Vorzeigeprojekt für gute Adaptionen aus der mittelaterlichen Zeit, das balladenhafte "Lost" von Haggard oder das atmosphärische "Ivory Tower" von Blackmore's Night, hinter dem sich der Deep Purple-Gitrrist Richie Blackmore versteckt. Auch Milar Mars "Nova" passt sehr schön in diese Richtung. Große Namen mit guten Songs. Daneben versuchen sich dann einge mehr oder weniger gute Bands an Trink- oder Folklore-Songs. Mehr recht und schlecht als überzeugend. Ist der Text von "Zehn Orks" von den Streunern noch ganz witzig, hört der Spaß bei "Die Hexe" von Malleus auf.

Alles in allem eine durchwachsene Zusammenstellung, die Mittelaleter versucht und Fantasy vorgaukelt. Für Rollenspiel, wie es das Booklet vorschlägt, ist diese Zusammenstellung aber allenfalls bedingt geeignet. Nicht authentisch genug für den Mittelaltermarkt und nicht instrumental genug für Kampfszenen oder höfische Begegnungen. Zumindest fürs Rollenspiel ist diese CD kaum zu gebrauchen.

Nicht schlecht, aber Ziel verfehlt. Und "Musik für Rollenspieler Vol. 1 Hohe Fantasy"? Nein, das bestimmt nicht. Wenigstens sind im Jewel Case zwei Mini-Würfel gelegt. Das ist ein Ausgleich für die Hälfte mit qualitativ wirklich schwachen Songs. So bleibt der Sampler eher etwas für Einsteiger in diese Musiksparte, aber mit nur ein paar Highlights, aber dafür mit viel Schatten.

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