Candyland

eine Spielerezension von Riemi - 31.12.2006
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Candyland von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Eine Wegbeschreibung durch das Candyland gefällig? Gehe durch den Pfefferminzwald, überquer die Bonbonberge und besuche Oma Nüsschen, bevor du durch den Schokoladensumpf wanderst. Doch Vorsicht vor dem düsteren Lord Lakritz! Damit die Kinder auch auditiv unterhalten werden und die Erwachsenen einen Nerventest bestehen können, ist dem Spiel ein Hörspiel beigelegt worden. Gesprochen wird dieses „Märchen“ von Dirk Bach und natürlich möchten die Kinder, jedes Mal wenn gespielt wird, auch diese CD hören, am besten gleich zweimal hintereinander. Das Spiel selber ist ein so genanntes Leiterspiel. Leiter- oder Gänsespiele gibt es in verschiedenen Formen schon seit Jahrhunderten und symbolisieren im Prinzip einen Lebenszyklus vom Anfang bis zum Ende.

Die Spieler begeben sich über einen farbigen Weg auf eine Reise durch das Candyland. Von einem verdeckten Kartenstapel ziehen die Spieler, wenn sie an der Reihe sind, eine Farbkarte und decken sie sichtbar auf. Die Farbe gibt die Zugweite der Spielfigur an. Wer Glück hat, landete auf einem Feld mit der Möglichkeit, eine Abkürzung zu benutzen. Es gibt aber auch Sonderkarten mit Bildern. Wer so eine Karte zieht, darf bis zu dem entsprechenden Bild auf dem Plan Vorwärtsziehen, das heißt, wenn man Glück hat, denn wer das Symbol schon übersprungen hat, muss zurücklaufen. Daneben gibt es noch Felder mit „Lakritzfallen“, auf denen eine Runde ausgesetzt werden muss.

Wer öfters mit Kinder spielt, ahnt vielleicht schon, welches Konfliktpotenzial in den Bildkarten steckt. Es ist schon eine harte Sache für ein Kind, wenn es ein Feld vor dem Ziel, eine Bildkarte zieht und damit kurz vor dem Sieg auf einmal fast von vorne anfangen muss, ohne Aussicht zu gewinnen oder wenigstens nicht Letzter zu werden. Diese Tränen kann jeder verstehen. Aber genauso ist es umgekehrt, die Gesichter der anderen jungen Spieler sprechen Bände, wenn sie durch eine günstige Bildkarte des Startspielers, direkt am Anfang eines Spiels, auf die hinteren Plätze verwiesen werden. Abhilfe kommt hier durch die zwei Varianten.

Bewährt hat sich, dass jüngere Spieler nur nach vorne ziehen. Ältere Spieler ziehen zwei Farbkarten und können sich eine aussuchen. Dadurch haben sie ein Minimum an Einfluss und können unliebsame Karten durch Ablegen entschärfen. Wer als Erster das Ziel erreicht hat, darf es sich im Schloss Zuckerguss, beim König Zuckersüß bequem machen und ist Sieger. Den anderen bleibt als schwacher Trost, es ist nur ein Glücksspiel.

 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
3
Jahrgang: 
2005
Spielkategorisierung
Spielegattung: 
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