Caro

eine Spielerezension von Eva Timme - 11.05.2013
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Massive Holzquadrate, vier klare Farben, kein Würfel ... Der erste Eindruck nach dem Öffnen der Schachtel war bei uns, oh, schönes Material. Der zweite Eindruck war: Da ist aber verdammt viel Luft in der Schachtel, da muss das Spiel schon wirklich gut sein, um diesen Eindruck etwas zu glätten. Tatsächlich hätte sich das wirklich schöne Spielmaterial auf weniger als der Hälfte Platz unterbringen lassen.

Aber nun gut, wir haben dem Brettspiel eine Chance gegeben. Denkbar einfache Regeln lassen es zu, einfach los zu spielen. Jeder bekommt 12 Spielsteine, je drei pro Farbe. Wer an Zug ist, legt einen Spielstein an und hält sich dabei an drei einfache Regeln: Benachbarte Steine dürfen nicht die gleiche Farbe haben. An einen Stein dürfen maximal zwei Steine gleicher Farbe angrenzen. In einer Diagonale dürfen maximal drei gleichfarbige Steine hintereinander liegen.

Wir spielen los, es ist nicht besonders spannend. Jeder legt einen Stein und notiert sich die Punkte, der nächste ist dran und es passiert nicht viel. Punkte gibt es für Farbkombinationen. Dabei sind Kombinationen mit den roten Steinen die wertvollsten, Kombinationen mit den weißen bringen dagegen die wenigsten Punkte. Aber die Vorraussetzungen sind ja für alle gleich. Dazu kommt, dass, je nach Spieleranzahl, das Spielfeld auf eine maximale Anzahl Steine senkrecht und waagerecht begrenzt ist .

Nach den ersten Zügen wird schnell klar, so trivial ist das alles gar nicht. Wenn ich jetzt meinen Stein dort hin legen, dann kann ich die meisten Punkte in diesem Zug machen. Aber, Moment mal, wenn ich da meinen Stein hinlege, dann hat mein Nachbar aber eine sehr gute Punktemöglichkeit, dann lege ich lieber .... Aber das geht ja auch nicht ... Und an dem Punkt wurde sich anders hingesetzt, genauer geschaut und auf einmal war das Spiel durchaus spannend und überhaupt nicht mehr langweilig.

Dazu kommt, dass der letzte Stein einer Farbe, den ein Spieler ablegt, die doppelte Punktzahl bringt. So ist es durchaus wichtig darauf zu achte, ob der nachfolgende Spieler durch meinen Zug die Möglichkeit hat, seinen letzten Stein einer Farbe zu legen.

Eine Partie zu zweit ist dabei, wie bei  vielen Legespielen dieser Art besonders taktisch und macht mir zumindest nur Spass, wenn ich nicht mit einem Dauergrübler zusammen spiele. Dann aber lockt die kurze Spieldauer durchaus für eine zweite Runde oder eine schnelle Partie nach dem Abendbrot.

Video: 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
15 - 20
Jahrgang: 
2012
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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