Cash & Run

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 31.10.2005
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Cash & Run von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

So richtige Casinoatmosphäre aufs Spielbrett zu bringen, bei der man vor Aufregung feuchte Hände bekommt, ist schon oft versucht worden, aber bis jetzt noch nicht wirklich gelungen. Leider macht da auch Cash & Run keine Ausnahme. Gewinn und Verlust von Spielgeld erzeugt halt nicht wirklich atemberaubende Spannung, wie es der Schachteltext verheißt.

Aber schauen wir uns das Spiel erst einmal genauer an. Nachdem das Spielbrett und das Material für die drei unterschiedlichen Kasinos (Würfel-, Spielkarten- und Roulettekasino) bereitgelegt sind, wählt jeder seine Spielfigur und schon kann der Weg ins Glück beginnen.

Um das Spiel zu gewinnen, gilt es eine bestimmte Kombination von Kasinos in seinen Besitz zu bringen. Diese Kombination ist abhängig von der Spieleranzahl. Bei drei Spielern benötigt man vier Kasinos mit demselben Symbol, bei mehr als drei Spieler werden entweder drei Kasinos mit demselben Symbol oder mit derselben Farbe benötigt.

Wer an der Reihe ist, würfelt mit zwei Würfeln und bewegt seine Figur entsprechend über das Spielbrett. Alle Spielfelder sind am Innenrand mit einer Nummer versehen, über die man im Regelheft schnell auf die Bedeutung des Feldes zugreifen kann. Auf diese Weise kann man flott mit dem Spiel beginnen, ohne sich allzu lange bei Erklärungen aufhalten zu müssen. Symbolfelder gibt es in zwei verschiedenen Farben. Bei roten Symbolen muss man zahlen oder kaufen. Bei grünen Symbolen gibt es Jetons. Die wichtigsten Felder sind natürlich die Kasinofelder. Kommt man auf ein Kasinofeld, das noch keinem gehört, kann man es für 100.000 kaufen. Wenn man es selbst besitzt, geschieht nichts. Gehört das Kasino jedoch einem anderen Spieler, so muss man mit diesem ein Glücksspiel durchführen. Die Art des Glücksspiels hängt von der Art des Kasinos ab. Der Besucher bestimmt den Einsatz und hat je nach Risikobereitschaft unterschiedlich hohe Gewinnmöglichkeiten.

Neben einigen anderen Glücksfeldern gibt es noch eine wichtige Art, nämlich die Übernahmefelder. Wer auf ein solches Feld kommt, darf einen Mitspieler herausfordern und mit ihm um ein Kasino spielen, das er gerne in seinen Besitz bringen würde. Der Gewinner dieses Spiels darf sich ein Kasino des Verlierers aussuchen. Um das Ganze noch ein bisschen spannender zu machen, gibt es Bluffkarten, die der Verlierer einsetzen kann, um sich die Glücksgöttin vielleicht doch noch gefügig zu machen.

Wer auf diese Weise eine gültige Kombination gesammelt hat und damit eine komplette Runde auf dem Spielbrett zurücklegt, gewinnt das Spiel.

Auch diesem Spiel gelingt es nicht, Kasinoatmosphäre auf das Spielbrett zu bringen. Das heißt aber nicht, dass das Spiel keinen Spaß macht. Einzig die Schlussbedingung, dass man noch eine ganze Runde laufen muss, macht das Spiel am Ende etwas zäh.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
3 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
60
Jahrgang: 
2000
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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