Ciúb

Ein magischer Würfel-Wettkampf

eine Spielerezension von Jürgen Strobel - 09.06.2015
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Gesellschaftsspiel Ciub - Foto von Amigo Spiele
Lesezeit: ca. 4 Minuten

Eine schwüle drückende Luft herrschte in der großen Halle. In der Mitte Stand ein großer aus Eiche angefertigter Tisch. Darauf befanden sich vier Würfelschalen und darin die magischen Würfel. Ringsherum in einem Kreis um den Tisch, saßen die dreizehn Großmeister der Zaubererei. Sie alle waren sehr mächtig, und einige von ihnen hatten das Geheimnis des ewigen Lebens bereits gelüftet. Sie alle starrten wie gebannt auf die vier jungen Zauberer, die sich um den großen Tisch versammelt hatten. Sie alle wussten, nur einer würde lebend diesen Raum verlassen. Nämlich nur derjenige, dem es durch geschicktes Würfen gelingt, die Kraft der magischen Wesen zu nutzen und so den Sieg im magischen Wettstreit davonzutragen.

Wie wird Ciúb gespielt?

Wir befinden uns beim Gesellschaftsspiel Ciúb von Tom Lehmann (Amigo Spiele) im Wettstreit junger Magier. Wir repräsentieren einen solchen und sind bestrebt, durch das Nutzen der Würfel und der Unterstützung magischer Wesen die Krone unserer Zunft zu erlangen: dem Opus Magnum! Um diese Aufgabe zu bewältigen, stehen jedem Magieradepten fünf weiße Würfel, ein Marker und ein Spielertableau in seiner Farbe zur Verfügung. Für unsere große Aufgabe benötigen wir Würfel in den verschiedensten Farben. Diese repräsentieren unsere magischen Wesen, die uns dabei helfen sollen, den Wettstreit zu gewinnen. Auf den Würfeln befinden sich verschiedene Zahlen und Aktionssymbole, die uns mehrere Möglichkeiten beim Würfeln eröffnen. Darunter sind Effekte wie z. B. Würfel austauschen, neu Würfeln, beliebig drehen usw.. Essenziell wichtig sind aber die Zauberkarten. Auf diesen sind die jeweiligen Bedingungen abgebildet, um die Zauberaufgabe zu lösen. Meistens ist diese eine bestimmte Zahlenkombination oder eine vorgegebene Anzahl an gleichen Zahlen, die gewürfelt werden muss. Manchmal benötigt man auch nur ein Gesamtergebnis, um über eine bestimmte Summe zu kommen.

Nach jedem Würfelwurf muss man sich entscheiden, einen Würfel in seine Würfelschale auf seinem Spielertableau zu platzieren oder die Aktion "Würfel austauschen" durchzuführen. Befinden sich alle Würfel in der Schale des Spielers, endet sein Zug. Nun wird das Würfelergebnis mit den Zauberkarten der unteren Reihe verglichen. Kann man jetzt eine Aufgabe erfüllen, darf man diese Karte vor sich ablegen. Sollte man in seinem Zug keine Zauberaufgabe lösen können, so erhält man als Ausgleich einen beliebigen Würfel seiner Wahl in seinen Vorrat. Nun hat aber jeder Spieler vor dem Würfeln noch die Möglichkeit, sich mit seinem eigenem farbigem Marker eine Zauberkarte zu reservieren. Diese ist dann entweder geschützt vor anderen Zauberern, oder man selbst entfernt die markierte Karte. Diese Option bringt noch einmal eine Brise Taktik in das Spiel.

Nun noch ein paar Worte zu den Zauberkarten. Sie liegen in zwei Reihen aus, dabei sind aber nur die Karten in der unteren Reihe aktiv und können so erfolgreich gelöst werden. Sollte dies einem Zauberer am Ende seiner Runde gelingen, wird eine beliebige andere Zauberkarte aus der oberen Reihe einfach nach unten geschoben, um so den leeren Platz aufzufüllen.

Das Spiel Ciub endet, wenn man die letzte Zauberkarte aufgedeckt hat. Der Spieler der nun als erster die nächste Zauberaufgabe lösen kann, erhält zusätzlich die D-Karte, das Opus Magnum (fünf Siegpunkte wert). Jetzt sind alle Spieler noch einmal an der Reihe. Wer danach die meisten Zauberaufgaben lösen konnte und somit die meisten Siegpunkte erzielt hat, ist der Gewinner des magischen Wettsreits der jungen Zauberer.

Wie gut ist das Gesellschaftsspiel Ciúb?

Ciúb kann man eine gewisse Verwandschaft mit Kniffel nicht absprechen. Auch hier wird gezielt auf eine bestimmte Kombination hingewürfelt und auch hier erhält man dann mehr oder weniger Punkte dafür. Und doch enthält das Spiel Ciub genug Zutaten, um nicht als Klon abgetan zu werden. Da wäre zum einen natürlich das Thema. Sicherlich kann man dies mit jedem beliebigen austauschen, aber immerhin es existiert eines. Zum zweiten wären da die Würfel mit bestimmten Sondereigenschaften. Diese Sorgen für die Prise Salz in der Magiersuppe. Das Material ist gut. Besonders die vielen bunten Würfel mit den verschiedenen Zahlen und Symbolen sind sehr schön geworden. Die Ablagetabetableaus sind vielleicht etwas zu dünn geraten, aber man kann Sie ja laminieren, wenn man möchte.

Ciúb spielt sich relativ flott. Vorausgesetzt jeder am Tisch kennt das Spiel. Am besten spielt es sich zu zweit oder noch zu dritt. Ab vier Spieler kann es sich dann schon in die Länge ziehen. Denn wenn die anderen Spieler an der Reihe sind, hat man selbst nicht viel zu tun. Da schraubt sich die Wartezeit für einen selbst doch etwas in die Höhe. Ciúb erfindet das Rad nicht neu, aber zu zweit oder zu dritt kann man es immer mal wieder auspacken und spielen. Ciub ist ein nettes Würfelspielchen für zwischendurch, für eine kleinere Runde ideal.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10-
Spieldauer (Minuten): 
45
Jahrgang: 
2014
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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