Cookie Box

eine Spielerezension von Mario Sandor - 12.02.2017
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Cookie Box - Foto von Korea Boardgames
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Wir arbeiten bei Cookie Box von Jean-Claude Pellin (Korea Boardgames) in einem Keksshop und müssen möglichst schnell eine Box mit neun Keksen entsprechend der Bestellung zusammenstellen. Yummie - das klingt nach viel Hektik und Spaß. Ein ähnliches Spielprinzip finden wir bei Manno Monster - alle Spieler arbeiten gleichzeitig an der Erfüllung einer für alle identischen Aufgabe und der schnellste gewinnt.

Wie wird Cookie Box gespielt?

Jeder von uns bekommt neun beidseitig bedruckte Keks-Token, die wir als 3x3-Feld vor uns beliebig anordnen. Die Glocke stellen wir gut erreichbar in die Tischmitte. Die 30 Aufgabenkarten werden gemischt und der Hungrigste von uns deckt die erste Karte auf. Nun drehen und verschieben/vertauschen wir unsere Tokens, bis unsere Anordung der auf der Aufgabenkarte entspricht. Dann schnell auf die Glocke geschlagen und schon hat man die erste Aufgabenkarte gewonnen - sofern wirklich alles stimmt, was natürlich von allen anderen kritisch überprüft wird - und legt sie verdeckt vor sich. Stimmt es nicht, muss man die Aufgabenkarte richtig herum vor sich legen. Nach zwei Fehlversuchen scheidet man aus. Sobald einer von uns vier Aufgaben richtig erfüllt hat, endet das Spiel.

Wie gut ist das Gesellschaftsspiel Cookie Box?

Das macht wirklich so richtig Spaß! Am Spieltisch wird gestöhnt, gejammert und am Ende gejubelt (wenn man der erste ist) oder sich geärgert, wenn man nur um Sekunden zu langsam ist.

Doch der Reihe nach: Das Spielmaterial ist sehr gut, in diesem Fall finde ich die Kunststoff-Tokens perfekt, denn sie sind stabil und halten eine Menge aus ohne nach einer Vielzahl an Partien auch nur die Spur von Beschädigung zu zeigen. Auch lassen sie sich deutlich besser greifen als Pappmarker, was bei einem Hektikspiel wichtig ist. Die Abbildungen der einzelnen Kekse lassen sich sehr gut unterscheiden, sodass jeder die Aufgabe klar vor sich hat. Die Glocke ist aus Metall und Kunststoff und ebenfalls recht robust. Einzig das Tiefziehteil ist im Falle der Glocke etwas zu knapp bemessen, sodass diese schwer aus der Box zu bekommen ist. Das war aber auch schon alles, was ich zu "meckern" habe.

Die Idee ist witzig und kommt insbesondere bei Kindern toll an. Die Regeln sind wirklich einfach, sodass es keiner Übersetzung ins Deutsche bedarf, einfache Schulkenntnise reichen vollkommen aus, um die englischsprachige Anleitung zu verstehen.

Der Wiederspielreiz war bei allen Spielrunden sehr hoch. Die Spieldauer von knapp einer Viertelstunde und der Ärgerfaktor, wenn man nur Bruchteile langsamer war als der andere, schreien geradezu nach einer Revanche.

Cookie Box ist in meinen Augen einfacher als Manno Monster. Aber gerade deshalb und wegen des geeigneteren Materials werde ich ihm immer den Vorzug geben. Eine klare Empfehlung für Familien, die schnelle, kurze Spiele mit einer Prise Hektik gewürzt mögen.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spieleautor: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
2-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
6
Spieldauer (Minuten): 
15
Jahrgang: 
2016
Spielkategorisierung
Spielethema: 
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