Crazy Dancing

eine Spielerezension von Mareike Schöbel - 28.04.2011
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Crazy Dancing von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Tanzen in der Tanzschule und tanzen mit der Konsole kennen wir bereits, aber was hat es wohl mit dem Tanzkartenspiel Crazy Dancing auf sich? Tanzcontests boomen, warum also nicht mal ins eigene Wohnzimmer verlegen?

Zunächst benötigt man sechs bis 24 Tanzwütige und ein paar Musiktitel, auf die man gut tanzen kann, und natürlich einen CD Player sowie viel Platz. Es werden drei Teams gebildet und die acht Taktkarten sichtbar bereitgelegt. In der Anfängervariante werden die einfachen Karten benötigt und verdeckt neben die Taktkarten gelegt. Jedes Team führt zwei Vorführungen aus und ist einmal Jury. Das erste Team bildet die Jury und erstellt durch Ziehen und Zuordnen der einfachen Karten zu den Taktkarten eine Choreografie. Abgebildet sind verschiedene Arm und Beinbewegungen. Insgesamt werden vier Karten ausgelegt. Team 2 stellt sich so um den Tisch (Anmerkung Rezensent: am besten ein niedriger Couchtisch) das alle die Choreografie sehen können. Die Tänzer müssen jetzt zur Musik die Abfolge ohne Pause fünf Mal simultan durchführen. Zwischen den Bewegungen gehen die Tänzer in die Ausgangsposition zurück. Und da das Ganze gar nicht so einfach ist, darf vorher natürlich einmal geübt werden. Während des Tanzes darf man laut bis acht zählen. Kommt ein Spieler aus dem Takt, zählt man weiter von der Stelle, an der unterbrochen wurde. Die Jury muss darauf achten, dass fünf Durchgänge eingehalten werden. Team 3 geht in die Übungsrunde. Anschließend führen Team 2 und 3 nacheinander den Tanz vor. Team 1 bewertet die Choreografie so, dass die besten Tänzer einen Siegpunkt erhalten. Ausschlaggebend sind dabei, ob die Bewegungen eingehalten wurden, der eingehaltene Rhythmus und ob die Spieler synchron getanzt habe.

In der nächsten Runde bildet Team 2 die Jury und Team 1 und Team 3 tanzt. In der dritten Runde bildet dann Team 3 die Jury. Nach drei Wettbewerben entscheidet sich, welche Gruppe gewinnt. Bei Gleichstand gibt’s eine weitere Tanzrunde. In der Profivariante werden noch Kreischkarten, Sprungkarten, Dopplerkarten, die die Bewegung über zwei Takte beibehalten, die Crazykarten, bei der sich die Jury eine zusätzliche Anweisung ausdenkt und die Auswendigkarten, bei der die Gruppe, die Choreografie auswendig nachtanzt hinzugefügt. Ein paar Musiktitel,  auf die sich gut tanzen lässt, werden in der Anleitung angegeben.

Cracy Dancing lässt sich gut auf dem nächsten Mädchenabend spielen. Am besten sucht man schon vorher geeignete Musikstücke aus, damit man am Abend nicht soviel Zeit dafür verliert. Je langsamer die Musik, desto einfacher lässt sich danach tanzen. Um den Spielspaß zu erhöhen, sollten schon ein paar Partykracher dabei sein. Die Choreografie sollte auf jeden Fall einmal geübt werden. Da sich die Bilder auf den Karten nicht bewegen wie bei einem Konsolenspiel, muss die Gruppe ihren eigenen Rhythmus zur Musik finden. Das setzt schon ein gutes Musikgehör voraus, andernfalls wird es sehr albern. Die Jury hat in jedem Fall aber auch eine wichtige Rolle und muss genau mitzählen und auf die Bewegungen achten. Je mehr Spieler, desto mehr Platz braucht Crazy Dancing - und mehr Disziplin. Schade, dass die Karten nicht größer sind, sodass sie auch vom Boden aus gut gesehen werden können. In jedem Fall macht das Spiel aber nur Spaß, wenn alle Spaß am Tanzen haben und die Bewertung nicht zu ernst nehmen. Mit weniger Spielern im Team, wie in der Jury lässt sich das Ganze besser koordinieren und bringt weniger Streß. Die Crazykarten lassen sich nach dem ersten Durchgang super mit einbauen und bringen mehr Spaß ins Spiel.  Insgesamt nur was für bewegungsfreudige spaßspielbegeisterte Teamspieler, für alle anderen dauert es insgesamt zu lange.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spielerzahl: 
6 - 24
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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