Cugolo

eine Spielerezension von Beate und Hans Schmidt - 31.12.2006
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Cugolo von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minute

Das Spiel ist schräg ... Aber das ist bei Cugolo gerade Absicht. Farbige Holzscheiben werden zu Beginn nach Angaben in der Spielanleitung in die Reihen des Spielbretts sortiert. Aufgrund der Schräge rollen sie jeweils nach unten.

Ein Zug besteht darin, eine Scheibe herauszunehmen und oben wieder in eine Reihe zu setzen. Im Grundspiel bestimmt der Farbwürfel, welche Farbe der Stein haben muss, der versetzt wird. Violett ist dabei eine Jokerfarbe, bei der man sich die Farbe der Scheibe aussuchen darf. Entstehen hierdurch senkrechte oder waagerechte Dreier- oder Viererreihen von gleichfarbigen Steinen, werden diese aus dem Spiel genommen. Passiert dies mit einer Farbe eines Spielers, so hat dieser gewonnen. Unabhängig davon, wer den Spielzug ausgeführt hat.

Durch den Würfel wirkt das Glück entscheidend mit. Obwohl das für Spieler, die aufgrund ihrer taktischen Leistung gewinnen wollen, schon mal frustrierend sein kann, bringt dies jedoch Spannung ins Spiel. Und viele Spieler sind froh, wenn der Zufall mitspielt und es nicht nur auf eine taktische Überlegenheit ankommt.

Aber Cugolo hat vier Spielvarianten, die jede für sich ihren Reiz hat. Wem der Glücksanteil in der Grundversion zu groß ist, sollte "Würfel ade" ausprobieren. Hier muss man alle sechs Farben nacheinander ziehen. Man darf sich nur die Reihenfolge aussuchen. Erst wenn alle sechs Farben genutzt wurden, gibt es wieder die freie Auswahl. Der Zufall ist also ausgeschalt, es kommt nur auf Taktik und Überlegung an. Mehr Überraschungen - manchmal auch unliebsame - gibt es in der Variante "Kipp mich", bei der man bei einem Joker-Wurf (Violett), das Spielbrett kippen darf. Hier ist es gar nicht so einfach, sich das Ergebnis nach dem Kippen vorzustellen. In einer weiteren Variante zählen auch diagonale Reihen. Das heißt, auch wenn gleiche Steine nur diagonal nebeneinander liegen, werden sie aus dem Spiel genommen oder hat der Spieler der entsprechenden Farbe gewonnen. Die letzte Variante erlaubt bei gleichfarbigen Reihen sich die Anzahl der Steine, die aus dem Spiel genommen werden sollen, auszusuchen. Es muss nur mindestens ein Stein sein. Man kann die Varianten sogar kombinieren, sodass die Abwechslung noch größer wird.

Cugolo ist also ein eher unscheinbares Spiel, das aber auf Grund der unterschiedlichen Spielweisen immer wieder interessant ist. Durch den Glücksanteil besteht auch gegen geübte Cugolo-Spieler eine Gewinnchance. Das schöne Spielmaterial aus Holz trägt zum Spielspaß bei. Allerdings sind die orangenen und gelben Steine ausgesprochen schwer zu unterscheiden, bei schlechten Licht ist dies fast unmöglich. Da hätte man dem Orange unbedingt einen Spritzer Rot mehr gönnen sollen.

 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2005
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