Dungeons & Dragons: Spielleiter-Set (3rd)

ein Spiele-Artikel von Cornelia Simon - 30.11.2002
Dungeons & Dragons: Spielleiter-Set (3rd) - Foto von Amigo Spiele
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Es wird wohl ein Rätsel bleiben, warum die Box als Box veröffentlicht wurde und nicht als simples Hardcover. OK, es liegt ein Mini-Kurzabenteuer bei, aber ansonsten wird der Platz in der Pappbox von einem einzigen, aber wirklich fetten Regelbuch ausgefüllt. 320 Seiten Erläuterungen, Tabellen, Tipps und Vorschläge warten auf die Augen des Spielleiters.

Wesentliche und von D&D eher unerwartete Teile des Buches nehmen die kurzen oder Kapitel füllenden Ausflüge in das Miteinander des Rollenspiels ein. Dabei werden Grundzüge des Abenteuererschaffens und die richtige Wahl von Belohnungen ebenso berührt, wie die Möglichkeit, das Interesse der Spieler für sich und die Story zu gewinnen. Immerhin 50 Seiten sind dem Kapitel "Ein Spiel leiten" gewidmet!

Die bloßen Fakten dürfen natürlich nicht auf der Strecke bleiben. So können die Spielleiter ihre typischen und häufig heiß geliebten Tabellen für Begegnungen, Eigenschaften, Schätze und Waffen finden. Mit weiteren Informationen zum Thema Charaktere wird das Spieler-Set ergänzt und auch sonst mit wichtigen Details erweitert.

Das Spielleiter-Set ist gut strukturiert und bietet einem Meister alles, was er wissen muss, um eine eigene durchdachte und stimmige Welt zu erschaffen. Ideenlose könnten sich sogar ihr Abenteuer im wahrsten Sinne des Wortes nach Würfelwurf zusammenzimmern. Ob dabei allerdings etwas gutes herauskommt, ist zu bezweifeln.

Es ist kein Quantensprung vom AD&D-Regelwerk, doch ist das Spielleiterbuch verständlicher und logischer aufgebaut und setzt neue Schwerpunkte (Abenteuerwelten erschaffen und Kampagnen leiten). Dabei geht nichts aus dem alten Regelwerk völlig verloren, es wird einfach nur überschaubarer.

Einziges Manko dieses wirklich lesenswerten und informativen Werkes ist die Übersichtlichkeit. Zwar ist die Textstruktur gut aufgebaut, doch etwas stärkere Fettschrift und besser herausgehobene Überschriften hätten dem Buch gut getan.

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