Das weiß doch jedes Kind!

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 21.09.2008
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Das weiß doch jedes Kind von Hasbro
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Man sollte meinen, dass es in Deutschland genug verschiedene Schulbücher gibt. Wenn man dann auf dem Schachteldeckel schon einen Stapel Bücher abbildet, muss man nicht unbedingt die gleichen Exemplare mehrfach in den Stapel mischen („Denken und Rechnen 4“ ist zum Beispiel viermal zu sehen, ebenso „Baustein Lesebuch 4“).

Das Spielziel besteht darin, elf Schulfragen richtig zu beantworten, jeweils zwei aus den Klassen eins bis fünf und eine Finalfrage. Dazu werden die Fragekarten zu Beginn des Spieles in sechs Stapel aufgeteilt (jeweils ein Stapel zu den einzelnen Klassen und ein Stapel mit den Finalfragen).

Wer am Zug ist, zieht eine Karte von einem beliebigen Klassenstapel (sofern er von diesem Stapel nicht schon zwei Karten gezogen hat). Die Frage wird laut vorgelesen und alle Spieler schreiben geheim ihre Antwort auf. Wenn der Spieler, der am Zug ist, die Antwort kennt, sagt er sie laut. Im Zweifelsfall hat er die Möglichkeit, bei einem anderen Spieler zu spicken oder abzuschreiben. Beim Spicken kann man sich entscheiden, ob man die Antwort des Spielers übernimmt oder doch lieber einen eigenen Versuch startet. Beim Abschreiben dagegen muss man die Antwort des Spielers übernehmen.

Bei einer richtigen Antwort steigt man auf der Gewinntafel um eine Stufe höher. Bei einer falschen Antwort hat man noch die Chance der letzten Rettung. Schlägt auch dieser Versuch fehl, scheidet der Spieler aus dem Spiel aus.

Wer es bis zur Finalfrage schafft und diese richtig beantwortet, gewinnt das Spiel (für den Fall, dass mehrere Spieler die Finalfrage richtig beantworten schweigt sich die Spielregel aus, nur der Fall dass keiner der Spieler bis zur Finalfrage kommt wird behandelt).

Auf die Art des Wissensgebietes hat man keinen Einfluss. Das Handling mit dem Kartenleser, der die Fragen und Antworten sichtbar macht ist etwas umständlich geraten. Die Fragen werden nicht als Ganze sichtbar, sondern können nur Zeile für Zeile abgelesen werden. Das beliebige Ziehen vom Kartenstapel wird wohl kaum jemand praktizieren. Normalerweise arbeitet man sich von der ersten bis zur fünften Klasse vor, da die Gewinnchancen so am höchsten sind.

Zu den verschiedenen Klassen gibt es jeweils 56 beidseitig bedruckte Fragekarten, während es für die Finalfrage nur 20 Karten gibt. Das ist etwas schade, da natürlich bei einer so geringen Anzahl der Memo-Effekt recht schnell greift. Achtjährige sind bei diesem Spiel sicher leicht im Nachteil, da die Fragekarten aus dem Stoff der ersten bis fünften Klasse zusammengestellt sind und Achtjährige in der Regel erst in der dritten Klasse sind.

Die sprachlichen Formulierungen sind an manchen Stellen etwas holperig grammatikalisch korrekt. Hier hätte eine intensivere redaktionelle Überarbeitung nicht geschadet. Die Fragen sind nicht immer richtig zugeordnet (Beispiel: "Die drei Grundarten von Gestein heißen Sedimente, Magmatite und?" Welcher Erstklässler kennt wohl die Antwort Metamorphite?).

Das Spiel ist nach einer Fernsehserie konzipiert, welche es recht gut nachbildet. Allerdings ist das Spiel um virtuelles Geld nicht annähernd vom gleichen Nervenkitzel begleitet, als das Spiel um den echten Mammon.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Jahrgang: 
2007
Spielkategorisierung
Spielegattung: 
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