Das Schwarze Auge: Das vergessene Volk

ein Spiele-Artikel von Cornelia Simon - 28.02.2003
Das Schwarze Auge: Das vergessene Volk
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Das vergessene Volk knüpft an die Erzählungen der drei Ur-Abenteuer Im Spinnenwald,Der Purpurturm und Der Drachenhort an. Es geht ins Svelltland, wo Orks und Menschen trotz der vergangenen kriegerischen Auseinandersetzungen nebeneinander leben. Doch in der Welt der "Schwarzpelze" ist es nicht so einfach, ohne Probleme zu bestehen. Besonders weibliche Helden dürften es in diesem Abenteuer schwer haben.

Das vergessene Volk ist ein wichtiges Abenteuer für die Geschichte Aventuriens, es lohnt sich allein in dieser Hinsicht. Der Aufbau ist schön und relativ gradlinig, lässt dem Spielleiter aber genügend Freiraum, den Handlungsstrang nach eigenen Wünschen auszurichten. Es gibt allerdings einige Schlüsselszenen, in denen der Meister Fingerspritzengefühl beweisen muss, sonst droht ihm die Geschichte aus den Fingern zu gleiten.

Die Spieler hingegen sollten ein bisschen Verständnis für die orkische Kultur mitbringen und eine gehörige Portion Rollenspieltalent. Zwar helfen Zauberstab und Schwert, aber an einigen Stellen kommt es auf wirklich gutes Rollenspiel an. Das Abenteuer ist zwar prinzipiell ohne Zusatzboxen spielbar, aber eine intensive Beschäftigung mit der Erweiterung Das Orkland vereinfacht das Bestehen des zum Teil verschlungenen Abenteuers erheblich. Eine großartige Geschichte, die bei wohl dosierten Mix aus Kampf, Talent und Rollenspiel zu einem riesigen Spielspaß anwachsen kann. Die kleinen Fallen können bei "schwierigen" Abenteuergruppen aber zu echten Problemen führen.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
3-7
Altersangabe: 
14