Déja-vu

eine Spielerezension von Armando Schmidt - 26.07.2017
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Kartenspiel Deja-vu - Foto von Amigo Spiele
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Wer kennt das nicht: Man sieht etwas, das man glaubt schon mal gesehen zu haben. Ein klassisches Déjà-vu (schon gesehen). Beim Kartenspiel Deja-vu von Heinz Meister (Amigo Spiele) geht es genau um dieses Phänomen. Glaubt man, etwas schon einmal gesehen zu haben, schnappt man es sich einfach. Die Spielidee scheint derart banal, dass die Erwartungen erst tief angesetzt werden. Umso größer ist dann die Überraschung und Verblüffung darüber, was das Spiel emotional mit den Spielern anstellt.

Wie wird das Kartenspiel Déja-vu gespielt?

Das Kartenspiel ist super einfach erklärt und in wenigen Sekunden startbereit. 36 auf Karton gedruckte Gegenstände werden auf den Tisch gelegt. 36 Spielkarten auf denen jeder Gegenstand genau zweimal abgebildet ist, werden gemischt und kommen als Stapel auf den Tisch. Drei Karten werden aus dem Spiel entfernt, um Rückschlüsse nach der letzten Karte zu vermeiden. Nun beginnen die Spieler abwechselnd, eine Karte umzudrehen und auf den Ablagestapel zu legen. Wer glaubt, einen Gegenstand auf den Spielkarten zum zweiten Mal zu sehen, schnappt sich den Karton-Gegenstand und legt ihn vor sich auf den Tisch. Sollte eine Karte umgedreht werden, die einen Gegenstand zeigt, welcher ein Spieler bereits an sich genommen hat, scheidet dieser Spieler für den Rest der Runde aus.

Sind alle Karten umgedreht, endet die Runde, und die Spieler, die nicht ausgeschieden sind, erhalten für jeden Gegenstand einen Punkt. Es werden drei Runden gespielt, am Ende gewinnt der Spieler mit den meisten Punkten.

Lohnt sich das Kartenspiel Déja-vu?

Das Spiel lebt stark vom Verhalten der Spieler. Es darf geblufft und das Ergreifen eines Gegenstandes nur angetäuscht werden. Einer schreit, als er sich sicher ist, dass ein Teil zum zweiten Mal erscheint, allerdings kommt ihm beim Finden unter den vielen Kartongegenständen ein Mitspieler zuvor. Mitspieler werden in ablenkende Diskussionen verwickelt. Und immer wieder bricht grosse Schadenfreude aus, wenn ein Gegenstand aufgedeckt wird, der schon bei jemandem liegt.

Es ist gerade diese harte Bestrafung bei einem Fehler, die für Spielreiz sorgt. Dadurch wird jede Entscheidung spielentscheidend. Auch die Ähnlichkeit gewisser Gegenstände untereinander, die natürlich absichtlich ist, ist gut gewählt. Nach jeder Runde muss man sich von Neuem konzentrieren und versuchen, möglichst die Gegenstände der vorherigen Runde zu vergessen, um nicht zu früh zu Zugreifen und auszuscheiden.

Déja-vu ist eine Nerven aufreibende Mischung aus konzentriertem Gedächtnis- und hektischem Reaktionsspiel. Alles in allem ein tolles Spiel, welches Merkfähigkeit, Konzentrationsfähigkeit und Reaktionsfähigkeit fordert und der ganzen Familie Spaß macht.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
2-6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
15
Jahrgang: 
2017
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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