Das Schwarze Auge: Der Alchemyst

ein Spiele-Artikel von Cornelia Simon - 31.07.2002
Das Schwarze Auge: Der Alchemyst
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Eine neue Kampagne startet: Die Spielsteine. Wie die zwei weiteren ist Der Alchemyst auch herausgelöst spielbar, nur der Finalband bezieht sich auf die drei vorhergehenden Teile. Doch eine Kampagne ist ja deshalb so schön, weil man alle Teile nacheinander spielt.

Bei Der Alchemyst stolpern die Helden nicht in das Abenteuer, das Abenteuer stolpert eher in die Helden. Eine kleine Göre droht in einem Fluss zu ertrinken. Echte Helden werden das Kind retten und damit schon mit einem Bein im Abenteuer stehen. Wohl behütet vom Spielleiter erfahren selbst Neulinge Aventuriens einiges über den Kontinent und seine Bewohner. Nach und nach werden die Helden in das besagte Abenteuer verstrickt. Mit dem Kind fängt alles an, doch wäre eine Abenteuer ja kein Abenteuer, wenn das bereits der Höhepunkt gewesen wäre. Eine gar unfassbare Geschichte dringt an das Ohr der Helden. Jetzt heißt es handeln.

Der Alchemyst ist ein sauber strukturiertes Heft, in dem auch neue Meister an die Hand genommen werden. In besonderen Textabschnitten wird zu verschiedenen Ereignissen und Spielerverhalten genau beschrieben, wie man sich als Spielleiter verhalten kann. Auch meisterliche Willkür wird als Lösung gepriesen, statt regeltreu auf das Auswürfeln von Ereignissen oder die negativen Folgen von misslungenen Talentproben zu bestehen. Man lernt hier - und ganz nebenbei werden sowohl Meister als auch Spieler ganz behutsam in die Hintergrundgeschichte der Kampagne eingeführt. Wenn das so weiter geht, könnte das vierteile Abenteuer zu einem der konzeptionell besten geraten. Die Story wird man erst am Ende beurteilen können, doch ist das bisschen Hintergrund, was hier angedeutet wird, ebenfalls bereits viel versprechend.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
3 - 5
Altersangabe: 
14