Der kleine Eisbär - Schneemann Spiel

eine Spielerezension von Beate und Hans Schmidt - 31.10.2005
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Der kleine Eisbär - Schneemann Spiel von Ravensburger
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Lars, der kleine Eisbär in einem Spiel ... da ist sofort das Interesse der Kinder geweckt. Die Aufgabe der Spieler ist, Lars und seinen drei Freunden beim Schneemann-Bau zu helfen. Dies geschieht, indem man von einer Spielplanseite zur anderen und wieder zurück marschiert. Jeweils angekommen, bekommt man ein Teil des dreiteiligen Schneemannes.

Es wird mit sechs Holzchips "gewürfelt", auf denen die den Spielfiguren entsprechenden Tiere insgesamt drei Mal abgebildet sind, sodass man bis zu drei Felder weit ziehen kann. Erscheint das eigene Tier gar nicht, dürfen die anderen je nach Zahl ihrer offen liegenden Chips ihre Tiere fortbewegen. Das Werfen der Chips ist für kleine Kinderhände nicht ganz einfach: Häufig fallen Chips herunter. Zwei Würfel wären daher besser gewesen.

Das jeweilige Zielfeld muss übrigens genau erreicht werden; klappt das nicht, muss man sogar wieder rückwärts ziehen. Es gibt zwei Varianten: Bei der ersten, wird nur das eigene Tier gezogen. Bei der zweiten ist ein Bluff-Element enthalten, weil man jedes Tier ziehen darf, es aber (zumindest anfangs) geheim ist, welches Tier einem selbst gehört.

Im wahrsten Sinn des Wortes "eng" wird es immer in der Spielplanmitte: Da ist nur ein Feld vorhanden, sodass man sich zwangsläufig in die Quere kommt. Es darf natürlich nur ein Tier auf einem Feld stehen und Überspringen ist nicht erlaubt. Im Zweifel heißt es auch dort rückwärts ziehen.

Positiv ist an der ersten Spielvariante ist die mögliche Taktik beim Ziehen und die Tatsache, dass ein Rückstand aufgeholt werden kann. Allerdings gibt es immer wieder den Fall, dass ein Tier das Ziel nicht genau erreicht und deshalb erst umkehren und dann beim nächsten Zug einen neuen Anlauf unternehmen muss. Das frustriert und verringert die Lust auf Wiederholungspartien. Eine Regeländerung in Aussetzen statt Umkehren bei zu großer Augenzahl ist hier hilfreich.

Bei der zweiten Variante wirkt das Bluff-Element etwas aufgesetzt. Die Zuordnung ist ohnehin nicht sehr schwer zu erraten und die Kinder bevorzugen ihr eigenes Tier so deutlich, dass nach dem zweiten Zug die Verteilung deutlich geworden ist. Problematisch ist auch die gern genutzte Möglichkeit, das Spiel durch destruktives Ziehen der fremden Figuren zu kippen.

Etwas schwierig ist letztlich die Unterbringung der ungewohnt großformatigen Packung im Kinderzimmer. Jenseits der genannten Problemquellen ist der Spielreiz bei dem Lizenzspiel groß. Das liegt auch an dem wirklich tollen und sehr stimmungsvollen Material.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
4
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2002
Spielkategorisierung
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