Der magische Finger

eine Spielerezension von Armando Schmidt - 30.04.2007
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Der magische Finger von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Was frührer das Flaschendrehen und Tat oder Wahrheit war, nennt sich heute Der magische Finger. Auf 92 Karten sind Aufgaben der Kategorien Wahrheit, Wagnis und Strafe aufgedruckt. Des weiteren befindet sich eine grüne Hand, welche mit drei AA-Batterien gefüttert werden will, in der Verpackung. Also schnell Batterien besorgt, einen Kreis gebildet, die grüne Hand in die Mitte gelegt und schon kann es losgehen.

Nach dem Starten der Hand dreht sich diese zuerst einmal sehr Aufsehen erregend und effektvoll um sich selbst im Kreis herum. Nach dem Anhalten fährt die Hand den Zeigefinger aus, um auf einen Mitspieler zu zeigen. Dieser Mitspieler darf nun entscheiden, ob er als Aufgabe lieber wahrheitsgemäß auf eine Frage antworten oder lieber ein Wagnis bestehen möchte. Danach entscheiden die Mitspieler, ob er diese Aufgabe zufriedenstellend gelöst hat. Falls ja, darf er die Aufgabenkarte behalten. Falls nein, muss er die auf dieser Karte aufgedruckte Strafe leisten. Um nicht auch noch eine Karte zu verlieren, sollte dieser Strafdienst auch tunlichst korrekt abgeleistet werden. Durch zusätzliche Karten darf jeder Spieler einmal eine unangenehme Aufgabenkarte ablehnen und diese einem anderen Mitspieler aufs Auge drücken. Hat ein Spieler sechs Aufgabenkarten gesammelt, gewinnt er die Partie und das Spiel ist zu Ende.

Das Spielmaterial geht in Ordnung, selbst die mechanische Hand funktionierte bei unseren Probespielen anstandslos. Wofür früher eine einfache Flasche ausreichte, wird heute mit den Aufgabenkarte und dem magischen Finger gespielt. Das Spiel ist nicht besonders tiefsinnig, das soll es aber auch gar nicht sein. Und zugegeben, gerade auf die Zielgruppe der Zehnjährigen übt dieser magische Finger schon eine faszinierende Wirkung aus. Und wer früher schon immer gerne Flaschendrehen gespielt hat, kann sich das Spiel ja mal näher anschauen. Falls einem die etwas plumpen Aufgaben auf den Karten nicht zusagen, lassen sich fantasievoll eigene Aufgaben kreieren oder die Hand dazu verwenden, um auszuloten, wer als nächster den Müll raus bringen, den nächsten Einkauf erledigen oder die nächste Getränkerunde besorgen muss.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
3 - 8
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spielkategorisierung
Spielethema: 
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