Die unglaubliche Geschichte, wie die Mücke zum Elefanten wurde

eine Spielerezension von Claudia Grothe - 15.11.2016
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Die unglaubliche Geschichte, wie die Mücke zum Elefanten wurde - Foto von moses Verlag
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Aus einer Mücke einen Elefanten machen?!? Wie soll das denn gehen??? Die unglaubliche Geschichte, wie die Mücke zum Elefanten wurde soll für Aufklärung sorgen.

Die unglaubliche Geschichte, wie die Mücke zum Elefanten wurde: Ist das Kunst oder kann das weg?

Das Spiel ab 6 Jahren von Martin Nedergaard Andersen besteht aus Karten mit Werten von eins bis zehn und Fliegenklatschen-Karten als Jokern. Die Karten mit dem Wert Eins zeigen die kleine Mücke. Je höher die Werte werden, desto mehr verwandelt die Mücke sich. So bekommt sie bei Zwei den Pinselschwanz, bei Drei den Rüssel, bei Vier und Fünf das rechte und das linke Ohr .... Bis sie bei Zehn endlich ein ausgewachsener Elefant ist. Diese witzige Verwandlung sollte wohl eigentlich das Highlight des Spiels sein. Das Problem ist nur, dass die Illustration unfassbar hässlich ist. Ich weiß, Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Allerdings kam auch von keinem einzigen meiner Testspieler ein Kichern, begeistertes Betrachten der Karten oder gar ein "Och, guck mal!". Den Graf Ludo Preis wird dieses Kartenspiel wohl eher nicht gewinnen.

Nun gut, Grafik ist nicht alles! Werfen wir einen Blick auf das Spielprinzip!

Jeder Spieler erhält sieben Karten, der Rest wird als verdeckter Stapel in die Tischmitte gelegt. Schnell noch die oberste Karte aufdecken und schon kann es losgehen. Ziel des Spiels ist es, alle seine Handkarten loszuwerden. Dazu werft ihr während eures Zuges eine Karte auf den Ablagestapel. Eine Art Mau-Mau also, wie überaus innovativ! Naja, vielleicht gibt es ja coole Sonderregeln, also schauen wir mal weiter!

Einzige Regeln:

  • Die abgeworfene Karte muss gleich hoch oder höher sein, als die bereits ausliegende.
  • Es darf höchstens zweimal hintereinander die gleiche Karte ausgespielt werden. Danach muss erhöht werden.

Legt ein Spieler eine zehn, wird eine neue Karte vom Nachziehstapel aufgedeckt. Wer keine passende Karte hat, muss eine ziehen oder eine Fliegenklatsche ausspielen, sofern er eine besitzt. Liegt eine Fliegenklatsche, darf der nächste Spieler jede beliebige Karte ausspielen. Wer zuerst alle Handkarten abgeworfen hat, gewinnt das Spiel.

Die unglaubliche Geschichte, wie die Mücke zum Elefanten wurde: Nope, keine Sonderregeln in Sicht - Uno in langweilig!

Die unglaubliche Geschichte, wie die Mücke zum Elefanten wurde ist ein gescheiterter Versuch, das Rad neu zu erfinden. Es ist nicht so, dass das Spiel unglaublich schlecht wäre. Man kann sich durchaus die Zeit damit vertreiben. Allerdings gibt es bereits massenweise Spiele nach dem Mau-Mau- beziehungsweise Uno-Prinzip auf dem Markt. Während die meisten versuchen, sich durch pfiffige Sonderregeln voneinander abzuheben, wollte man es hier, den Jüngsten zu liebe, wohl bewußt einfach halten. Leider wird das Kartenspiel dadurch recht langweilig. Da kann man mit einem ganz normalen Kartendeck, das bei den Meisten ohnehin irgendwo herumliegt, mehr Spaß haben. Auch die Grafik ist alles andere als ein Kaufargument. Karo, Herz, Pik und Kreuz sind mir allemal lieber, als ein komischer blauer Elefant mit seltsam ausgefransten Öhrchen!

Auch wenn das Kartenspiel an sich wohl niemanden vom Hocker reißt, die Verpackung ist echt top! Sehr robust und wie eine kleine Schublade gestaltet. Ich wünschte, alle Verlage würden ihre Kartenspiele so verpacken!

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
2-6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
6
Spieldauer (Minuten): 
10
Jahrgang: 
2016
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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