D&D: Die Zitadelle in ewiger Nacht

ein Spiele-Artikel von Cornelia Simon - 31.07.2002
Dungeons & Dragons - Die Zitadelle in ewiger Nacht - Foto von Amigo Spiele
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Ist das nicht schön? Endlich mal wieder in voller Ausrüstung einer Horde Kobolde oder (in diesem Fall sogar und) Goblins entgegentreten? Die Zitadelle in ewiger Nacht ermöglicht es den Spielercharakteren genau diesen Spaß zu haben. Zuschlagen und gut. Und am Ende natürlich als mehr oder weniger erfolgreiche Helden zu den Auftraggebern zurück. Das ist D&D wie man es kennt. So schlagen sich Spielergruppen seit etwa 15 Jahren durch die Monster, äh Abenteuer.

Ganz so einfach und meuchlerisch ist es dann aber doch nicht. Zwar leidet Die Zitadelle in ewiger Nacht ein wenig unter dem typischen "wir legen Wert auf viele Kämpfe und wenig Hintergrund", doch ist die Story nicht so schlecht. Sie führt Jung-Charaktere oder Spieler-Anfänger behutsam in die D&D-Welt ein. Die Handlung ist im Prinzip auf einen Ort beschränkt, was sowohl unerfahrene Spielleiter als auch Spieler vorteilhaft finden werden. Die Beschreibung der Schauplätze ist gelungen und in sich stimmig. Zwar gibt es hier und da ein paar Monster zu viel und ein paar leere oder unspektakuläre Räume zu wenig, doch mag genau das für "frische" Charaktere ein Vorteil sein. Die Räume und Orte sind gut und ausführlich beschrieben. Dazu gibt es Hinweise darauf, mit welcher Taktik die Monster den Spielerfiguren gegenüber treten und welche Auswirkungen eine Begegnung für die umliegenden Räume der Zitadelle hat. Neulinge werden so mit den Auswirkungen des eigenen Handelns innerhalb von Rollenspielen verraut gemacht.

Angeheuert, um eine vermisste Abenteuergruppe zu finden, können die Charaktere ihren Mut und ihr Können unter Beweis stellen, indem sie wagemutig in die alte und von Monstern Heim gesuchte Zitadelle in ewiger Nacht eindringen. Je nach Vorgehen kommen sie dabei mehr oder weniger blutig zum großen Finale, wo eine fiese Endbegegnung und ein je nach Spielleiterleistung netter Aha-Effekt warten.

Eigentlich ist es schade, dass das Abenteuer so typisch D&D ist. Zwar gibt es Ansätze, Verhandlungsgeschick zu belohnen, doch überlagern zu viele Kämpfe und zu viele Monster die schöne und stimmige Story. Weniger K(r)ampf wäre besser gewesen und hätte zu einer Top-Wertung geführt. Doch soll das nicht darüber hinweg täuschen, dass Die Zitadelle in ewiger Nacht ein gelungenes Einsteigerabenteuer ist - und zwar gar kein schlechtes.

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