Dino Detektive

Auf den Spuren der Dinosaurier

eine Spielerezension von Riemi - 21.08.2008
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Dino Detektive von Amigo Spiele
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Lesezeit: ca. 3 Minuten

Erster Gedanke: Ein Spiel über Dinosaurier? Das war doch mal ein Riesenthema. Kinder die die Namen sämtlicher gängiger Saurier auswendig konnten. Filme, Bücher und Hörspiele überall. Das Thema Dino erscheint jetzt aber überholt und mit einer gewissen Skepsis wird der Spielekarton geöffnet.

Erst mal wartet Arbeit. 108 Kärtchen und 41 Marker wollen aus ihrem Rahmen gelöst werden. Ein Riesenspielplan wird auf den Tisch gelegt und begutachtet. Wow! Von oben Betrachtet hat der Plan was von einem Fliegerangriff mit den geächteten Splitterbomben. Dazu passend sind die 105 Löcher, mit einer Art Flatterband in 21 Parzellen unterteilt. Garniert sind sie mit schrill farbigen überkreuzten Knochen. Dazu gibt es noch zusätzlich drei Felder, an denen die Zerstörung auf wunderbarer Weise vorbeigegangen ist. Die Startfelder der Spielfiguren. Jeder Spieler hat einen männlichen Forscher, er steht neben seinem roten Geländewagen. Seine weibliche Assistentin wartet hingegen auf dem Zeltplatz und scheint hinüberzurufen: "Chef, Ihr Kaffee ist fertig und das Essen ist auf dem Gaskocher." Der Hund hat sein eigenes Hundeklofeld, drapiert mit Spielzeug. Jede Ausgrabungsparzelle hat fünf Einschläge - Pardon: Fundorte. Mit zwei Farbwürfel wird bestimmt, welche Gruben mit verdeckten Dino-Fundstücken abgedeckt werden.

Mit vier Bewegungskarten wird das jeweilige Truppchen umher bewegt. Ingesamt stehen acht Bewegungspunkte zur Verfügung. Die, wenn man es darauf anlegt, alle sofort verbraucht werden können. Oder, für umsichtige Spieler, auch als Einzelkartenbewegung eingesetzt werden können. Hier kann schon gegen die Mitforscherteams taktiert werden. Hat man sich auf drei Felder festgelegt (eine gleichfarbige Truppe darf nämlich nicht zusammen auf einem Feld stehen), muss auf die Mitspieler gewartet werden, die nicht mit ihrer Bewegungsphase fertig sind. Erst dann können die Fundstücke eingesammelt werden – wenn sie denn offen liegen. Nur der Forscher besitzt die Gabe, verdeckte Fundstücke umzudrehen. Die Assistentinnen dürfen sie dann gnädigerweise aufsammeln. Zu sehen sind dann verschieden farbige Dinosaurierskelettteilkärtchen.

Ach ja: Der Hund streunt auch auf dem Gelände herum. Er darf aber nur mitsammeln, wenn er sich mit gegnerischen Forschern und/oder Helferinnen ein Feld teilt. Sind nur Hunde auf einem Feld, machen sie das, was Hunde dann so tun: spielen und sich gegenseitig am Hintern riechen. Sie vergessen darüber glatt das Einsammeln von Dinoknochen.

Mit den Fundknochen werden verschiedene Dinosaurier zusammengesetzt. Für Komplettexemplare gibt es zwischen zwei und sechs Punkte. Es gibt auch Bonuspunkte für das jeweils erste Fertigstellen einer Saurierart. Allerdings sind gerade die sechser Bonuspunkte, die man in zusätzlich zu einem Sechser-Dino bekommt, für den Gegner ein ganz schön heftiger Diplodocusknochen und schwer zu verdauen. Nach dem Aufsammeln wird wieder gewürfelt, sich bewegt und wieder gesammelt, bis die letzten Fundstücke auf dem Plan verteilt wurden. Wer so die meisten Punkte gesammelt hat, ist Sieger.

Dino Detektive ist kein Kinderspiel – wer hätte das beim ersten Blick auf das Schachtelcover gedacht. Es spielt sich richtig gut und ist stattdessen ein ausgezeichnetes Familienspiel. Eine verständliche Spielregel mit reichhaltigen bebilderten Infoseiten zu Dinosaurier und dem weltberühmten Naturmuseum Senckenberg in Frankfurt am Main, ist eine gelungene Einführung in das Spielgeschehen. Ein Dinoquiz gibt es noch als Zugabe. Das Spiel ist auf jeden Fall eine gute Empfehlung wert.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
60
Jahrgang: 
2008
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Mehr zum Spiel

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