Don Drago

für kühne Schatzjäger

eine Spielerezension von Eva Timme - 22.09.2009
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Don Drago von Haba
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Die Karten sind gemischt, ich habe immerhin zwei Goldtaler und zwei Schwerter auf der Hand. Als ich am Zug bin, lege ich die Schwerter ab, mein Nachbar stöhnt, offensichtlich hat er auch Schwerter, er braucht nun allerdings schon drei Stück, wenn er sie auslegen will. Die Revanche folgt direkt, leider legt er Goldtaler aus – und sogar direkt drei Stück. Da ich nun vier Goldtaler bräuchte, entscheide ich mich, die Taler abzuwerfen, ebenso wie das eine Schwert, was ich vorhin nachgezogen habe. Schwerter kann ich nun nämlich nicht mehr auslegen.

Und jetzt kommt der Clou des Spieles, ich lege meine drei Karten, zwei Goldtaler und ein Schwert auf einen separaten Haufen und stelle Don Drago darauf. Er bewacht meine Karten, zumindest so lange, bis jemand anders Karten ablegt. Dann bewacht der Drache diese Karten.

Mir Argusaugen beobachte ich meinen Stapel, denn ich habe tatsächlich einen Goldtaler vom Stock gezogen und möchte nun, wenn ich wieder dran bin, meine abgelegten Taler wieder ziehen. Leider dürfen von alle Mitspieler von allen Stapeln ziehen, die nicht bewacht werden.

Und da zieht doch tatsächlich jemand mein Schwert, was mich noch nicht gestört hätte, und einen Taler. Jetzt bin ich genau soweit wie vorher und entscheide mich doch, erst die beiden Edelsteine zu spielen, ehe jemand anderes schneller ist und ich nachher drei brauche.

Don Drago ist eigentlich ein einfaches Ablegespiel – ich habe sechs Handkarten und will gleiche Karten mit Schätzen ablegen, mindestens zwei gleiche müssen es sein. Dann ziehe ich neue Karten nach und sammle weiter. Und dazu kann ich mir noch eigene Ablagestapel bauen, bei denen ich weiß, welche Karten in welcher Reihenfolge darin sind. Oder besser wissen müsste. Denn erstaunlicherweise, kann ich es mir nur schwer merken.

Und wenn ich mir dann doch mal etwas gemerkt habe, dann kommt tatsächlich ein Mitspieler und zieht genau die Karte nach, die ich doch brauche. Nun kann ich taktisch spielen und kann auch noch versuchen, mir zu überlegen, welche Karten die Mitspieler wohl ablegen und anschließend gezielt von diesem Stapel ziehen.

Don Drago ist ein kleines Kartenspiel ohne große Tiefe, aber für ein schnelles Spielchen zwischendurch kam es hier gut an. Auch mit kleineren Kindern ist es gut zu spielen, denn auch ohne jede Taktik kann man es spielen und mit Glück durchaus auch gewinnen.

Spieleinfo

Verlagsangaben
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Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
2 - 4
Jahrgang: 
2009
Spielkategorisierung
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Spielegattung: 
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