Donna Leon - Gefährliches Spiel

Commissario Brunetti ermittelt

eine Spielerezension von Stephan Kurschat - 05.09.2010
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Donna Leon: Gefährliches Spiel von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

In Venedig ist ein Mord geschehen, und Commissario Brunetti muss diesen Fall lösen. Das muss er aber glücklicherweise nicht alleine, sondern er kann auf die tatkräftige Hilfe seiner Ehefrau Paola und von Vice-Questore Patta und Ispettore Vianello bauen, die schon aus den Romanen von Donna Leon bekannt sind.

Diese vier Personen versuchen nun, den Mordfall zu lösen. Dazu müssen sie sich auf dem Spielplan, auf dem Venedig dargestellt ist, an verschiedene miteinander verbundene Orte begeben, an denen sie Informanten befragen können. An jedem Ort liegt verdeckt der Chip einer Person aus (diese wurden zu Beginn des Spieles gemischt und verteilt). Diese Personen können sowohl Informanten als auch Verdächtige sein, und einer von ihnen ist der Mörder. Dazu gilt es aber erst einmal, die Personen zu befragen, in dem man mit einer der vier Spielfiguren auf das Feld geht. Leider lässt sich nicht jede Person von jeder Spielfigur befragen, da sie nicht mit jedem der Polizisten gut zurecht kommt. Jede Person hat eine Farbe und kann nur von dem Kriminalbeamten befragt werden, der die gleiche Farbe hat. Paola hingegen darf jede Person befragen, kann dafür aber im weiteren Spielverlauf keine Verdächtigen verhören und keine Verhaftung vornehmen. Mit welcher Figur man zieht, legt man zu Beginn seines Zuges fest, indem man mit vier Würfeln würfelt, die jeweils die Farbe einer Spielfigur haben und die die Zahlen 1 bis 3 aufweisen. Nun muss man sich entscheiden, mit welcher Figur man sich um die entsprechende Anzahl Felder fortbewegen möchte. Hier gilt es zu überlegen, zu welchem Ort man möchte und mit welcher Spielfigur man die entsprechende Person befragen kann.

Ist man nun also mit der passenden Spielfigur an einem Ort, darf man sich die dort liegende Person ansehen und den entsprechenden Chip danach wieder zurücklegen ohne ihn seinen Mitspielern zu zeigen. Ist dies einer der fünf zu Beginn bekannten Informanten, so darf sich der Spieler den Chip nehmen und als Siegpunkte hinter seinen Sichtschirm legen. Auf diese Weise bewegen nun alle Spieler die Spielfiguren auf dem Plan und befragen die ausliegenden Personen und merken sich dabei, wo welche Person auf dem Spielplan liegt.

Wurden im Laufe des Spiels genügend Informationen gesammelt, werden nach und nach Verdächtige auf die Wache geladen (diese werden zufällig vom Kartenstapel gezogen). Nun gilt es, neben den Informanten auch diese Verdächtigen auf dem Plan zu finden und zu verhören. Hierbei kann Paola nicht behilflich sein, man muss also mit dem korrekten Kriminalbeamten vor Ort sein. Auch das Verhören dieser Verdächtigen bringt am Spielende Siegpunkte. Schließlich wird nach einigen Verhören der Mörder ermittelt, und auch dieser muss auf dem Plan gefunden und verhaftet werden.

Damit die Spieler noch etwas taktieren und sich auf dem Plan besser bewegen können, gibt es noch Ermittlungskarten, die man einsetzen kann, um sich mit dem Vaporetto (Wassertaxi) oder dem Polizeiboot schnell durch die Kanäle in Venedig zu bewegen oder um eine Befragung oder ein Verhör mit einem farblich nicht passenden Kriminalbeamten durchzuführen.

Das Spiel hat einen schönen Spielplan und ist auch ansonsten nett gestaltet. Die Hintergrundgeschichte um Commissario Brunetti kann aber nicht dafür sorgen, dass es sich um mehr als ein einfaches Memospiel handelt. Wer aber gerne mal ein etwas anderes Memory spielen möchte, dem sei dieses Spiel wärmstens ans Herz gelegt.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
60
Jahrgang: 
2009
Spielkategorisierung
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