Dream Team

eine Spielerezension von Michael Weber - 30.06.2001
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Dream Team - Foto Reich der Spiele
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Harry Potter sei Dank kommen wir in den Genuss eines magischen Hockeyspieles. Sechs verschiedene Mannschaften warten auf einen Spieler (Trainer). Das knuffige Hügelvolk, die magischen Avaloner, die knorrigen Waldlinge, die tierischen Atlanter, die biestige Horde Toraks und die furchtbar blauen Lemurier. Aus den Mannschaften bilden die Trainer eine Aufstellung von fünf Feldspielern und einem Torhüter, dann wird kurz die Heimmannschaft und damit das anstoßende Team bestimmt und schon geht das drei Drittel dauernde Spiel los.

Der Trainer der Heimmannschaft bestimmt einen Stürmer mit einem Angriffswert zwischen 1-5, dagegen setzt der gegnerische Trainer einen Verteidiger mit einem Wert zwischen 1-5. Der Stärkere von beiden erhält nun je nach Stärkedifferenz unterschiedlich viele Torchancen, die der Torhüter zu vereiteln versucht. Torchancen werden mit Würfeln simuliert. Pro Torchance darf der Spieler einen Würfel werfen, der Torhüter je nach Stärke zwischen 1-5 Würfel dagegen setzen. Würfelt (oder legt hinter einem Sichtschutz) der Torhüter nicht die gleiche Zahl wie der schießende Spieler, fällt ein Tor. Würfelt der Torhüter die gleiche Zahl, ist die Chance vertan und der eben abwehrende Trainer startet den nächsten Angriff.

Das ist witzig, aber nicht magisch. Deshalb stehen den Trainern Aktionskarten zur Verfügung, die von Fouls über Nachschüssen bis hin zur Herabsetzung der Spielstärke eines Spielers oder der Annullierung eines Tores reichen. Ja, magische Eingriffe sind ausdrücklich erlaubt! Auch Sonderspieler mit speziellen Eigenschaften stehen den Teams zur Auswahl. So entwickelt sich schnell ein interessantes und lustiges Spiel, dessen Profiregeln den Spaß durch ein interessantes Transfersystem noch steigern.

Das Spiel wäre eigentlich richtig Klasse, wenn da nicht die in vielen Punkten uneindeutige Spielanleitung wäre. So sind einige Aktionskarten nicht eindeutig, man weiß nicht, ob man die Fähigkeiten der Sonderspieler (z.B. das böse Foul des Pflaumenaugust) mit Aktionskarten verhindern kann. Auch ist der Nachteil, dass ein Spieler auf die Strafbank gesetzt wird, nicht klar erkennbar. Hier ist eigentlich Nachbesserung des Herstellers angesagt, denn oftmals sind die Begriffe Drittel und Begegnung (ein Spiel oder ein einzelner Spielzug?) nicht klar beschrieben. Wenn man aber davon absieht oder sich vorher auf ungeschriebene Regeln einigt, ist Dream Team ein sehr schönes, witziges und spannendes Spiel, von dem einige Autoren in Punkto Einfachheit lernen können. Besonders interessant wird das Spiel, wenn man mit mehreren Spielern ein ganzes Turnier austrägt und dabei die Transferregel einbezieht.

Spieleinfo

Verlagsangaben
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Jahrgang: 
1997
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