Dreck am Stecken

Krimi-Kartenspiel für clevere Ganoven

eine Spielerezension von Anita Borchers - 18.08.2012
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Dreck am Stecken von Gmeiner Verlag
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Der Name Dreck am Stecken lässt schon erahnen, worum es in dem vierten Krimi-Kartenspiel aus der Gmeiner-Serie geht. In einem schummrigen Hinterzimmer eines Nachtclubs vergnügen sich sechs Ganoven der Stadt bei einer Pokerpartie. Einer ist diese Nacht zum Mörder geworden.

Jeder Spieler verkörpert in Dreck am Stecken einen Charakter, z. B. Johnny K. oder Silvio R., der Dreck am Stecken hat und einen „Beruf“ wie Einbrecher, Drogendealer oder Mörder. Während die Charaktere allgemein bekannt sind, ist der Beruf nur jedem Spieler selbst bekannt. Der Ablauf des Mordabend lässt sich jedoch rekonstruieren. In der Zeit von 22:00 bis 03:00 Uhr wurden immer mehrere Ganoven gemeinsam bei der einen oder anderen Handlung gesehen. Dabei sind jedoch nur die Berufe, nicht aber die Charaktere bekannt. Durch geschicktes Fragen und Kombinieren gilt es im Laufe des Spieles die Berufe der anderen Spieler herauszufinden.

So will ein Mitspieler z. B. wissen: Johnny, sag mal, hast du um 23:25 Uhr an der Bar Wiskey getrunken? An der Bar wurden um diese Zeit der Bankräuber und der Mädchenhändler gesichtet. Wenn Johnny also zugibt, zu der fraglichen Zeit dort gewesen zu sein, wird er wohl der Bankräuber ober Mädchenhändler sein. Vorausgesetzt, dass er nicht gelogen hat. Die Spieler müssen nämlich nur drei von vier Malen, die sie während des Spieles befragt werden, die Wahrheit sagen. Einmal dürfen sie lügen.

Auf die Art und Weise erfragen die Ganoven die Aufenthaltsorte ihrer Mitspieler. Durch geschicktes Vermerken der Antworten lässt sich schon einiges Zusammenreimen. Wer dann noch den Durchblick hat und die taktisch richtigen Fragen stellt oder gar aus den Fragen der Mitspieler die richtigen Rückschlüsse zieht, ist dem Spielziel, alle Charaktere den richtigen Berufen zuzuordnen recht nahe. Nachdem jeder Spieler vier Mal befragt wurde endet das Spiel Dreck am Stecken.

Wenn das Spiel einmal nicht mit der Maximalzahl von sechs Spielern gespielt wird, werden die nicht gespielten Charaktere offen und deren Gesinnung verdeckt auf den Tisch gelegt. Bei bestimmten Voraussetzungen kann ein Spieler die verdeckte Karte einsehen und somit wertvolles Wissen erlangen.

Mit Dreck am Stecken ist ein richtig gutes Deduktionsspiel entstanden. Spieler, die Spaß an Logik- und Kombinationsrätseln haben, kommen voll auf ihre Kosten. Man sollte Dreck am Stecken möglichst immer zu sechst spielen, da bei weniger Spieler ein ungleicher Glücksfaktor bzgl. der verdeckten Karten entsteht.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
3 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
12
Spieldauer (Minuten): 
3 - 6
Jahrgang: 
2011
Spielkategorisierung
Spielefamilie: 
Spielethema: 
Spielegattung: 
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