Dschungelschatz

eine Spielerezension von Riemi - 31.05.2007
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Dschungelschatz von Reich der Spiele
Lesezeit: 3 Minuten

Auf in den Dschungel! Die Kinder schlagen sich durch den Urwald, um einen geheimnisvollen Tempel zu finden. Es soll sich ein Maya-Schatz in ihm verstecken. Die Maya, so wird in der Spielregel erklärt, seien ein altes Indianervolk. Okay, schauen wir weiter. Zwei steinerne Wächter versperren den Abenteuern den Weg. Jetzt muss alles sehr, sehr schnell gehen!

Schnelligkeit ist bei Dschungelschatz Trumpf. Bevor es so richtig los geht, muss das für ein Kinderspiel üppige Spielmaterial, aus dem Karton geholt werden. Zehn Plättchen müssen verdeckt zu einem Kreis gelegt werden. Bauklötze werden daneben platziert. Eine Abenteuerfigur (Hallo Luigi) wird in den Kreis gesetzt. Edelsteine kommen in einen Sack, Karten müssen gemischt werden und eine Sanduhr wartet auf ihren Einsatz. Eine Übersichtskarte gibt es auch noch.

Lasst uns spielen! Das Umdrehen der Sanduhr ist das Startsignal, sie wird, solange der Spieler kein Kommando gibt, von einem „Dschungelwächter“ verdeckt gehalten. Danach ein Griff in den Beutel, um einen Edelstein herauszufischen. Ist es ein gelber Stein, muss er zur Seite gelegt werden und weiter geht es. Der nächste Stein ist grün. Jetzt heißt es, eine Aufgabe zu bewältigen, die im Kartenstapel verdeckt ist. Bei einem roten Stein müssen zwei Aufgaben gelöst werden. Währenddessen verrinnen gnadenlos die Sekunden in der Sanduhr, und die, so hat man den Eindruck, läuft schneller, wenn man sie nicht beobachtet kann.

Zurück zu der Aufgabe. Tempel bauen: Die Karte gibt ein Bauwerk vor. Hossa, so was lässt sich aus sechs Bauklötzen bauen? Nach Vollendung der vorgegebenen Aufgaben, steht der Spieler vor der Wahl, entweder aufzuhören oder weiterzumachen. Mit einem „Stopp“ wird die Runde unterbrochen und die Punkte, die auf den Aufgabenkarten stehen, sind gesichert. Für jeweils zwei gelbe Steine gibt es noch eine Bonuskarte. Wenn allerdings der Wächter der Sanduhr „Stopp“ ruft, ist die Runde gescheitert. Die Karten kommen dann wieder unter den Stapel zurück und der nächste Spieler ist an der Reihe.

Es können auch noch andere Aufgaben gelöst werden. Am einfachsten ist vermeintlich die Aufgabe: Edelstein hochwerfen. Allerdings haben Jüngere ihre liebe Not mit dieser Aufgabe. Zumal unter Zeitdruck. Aufrüstungsgegenstände oder ein Dschungeltier zu suchen, lässt manche Spieler verzweifeln. Die am Anfang erwähnten Plättchen kommen zum Einsatz, es muss ein Plättchen nach dem anderen umgedreht werden, um nach dem auf der Karte abgebildeten Gegenstand zu suchen. Abenteuer schnappen, die nächste mögliche Aufgabe: Jeder Spieler kann versuchen, ihn zu bekommen. Aber nur einer erhält den Punkt. Die in der Spielrunde am meisten gefürchtete Karte: Edelsteine auf Wächtermaske legen. Klingt ziemlich banal. Es müssen drei vorgegeben Edelsteine aus dem Beutel gefischt werden. Komischerweise werden immer die falschen Steine gezogen, und das, obwohl man in den Beutel schauen darf. Das Spiel endet wenn jeder Spieler dreimal am Zug war. Wer die meisten Punkte sammeln konnte, ist Sieger.

Es macht einfach Spaß, mit den Kindern zu spielen. Jeder, egal in welchem Alter – die jüngste Mitspielerin war fünf Jahre -, wird vom Dschungelspielfieber gepackt und erfreut sich an diesem Spiel. Selbst wer nicht gewonnen hat, möchte unbedingt weiter spielen. Es gibt nicht viele Spiele, die so fesseln können. Da ist selbst das Thema egal. Es hätte auch Zirkus, Mittelalter oder sonst etwas sein können. Dieses Spiel funktioniert und braucht gar kein Thema. Es ist einfach ein Idealfall, wenn ein Kinderspiel auch Erwachsene in seinen Bann ziehen kann und so die Familie an den Spieltisch bringt. Nicht unerwähnt sollte die schöne Illustration von Daniel Döbner bleiben.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
6
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2006
Spielkategorisierung
Auszeichnungen: 
Spielethema: 
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