Duel Masters

eine Spielerezension von Michael Weber - 30.09.2004
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Duel Masters von Hasbro
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Willkommen beim Sammelkartenspiel Duel Masters. Hier wird Mana gesammelt, werden wilde Kreaturen auf den Gegner losgelassen und Zaubersprüche gewirkt. Wenn die Schilde der Kontrahenten nicht halten, geht es dem Ende entgegen. Denn der Opponent, der als erster einen Treffer einstecken muss, verliert.

Das ganze Spiel erinnert nicht nur stark an Magic The Gathering, es ist auch als eine Art Light-Version entworfen. Mit Zeichnungen im Mangastil wird hier eine abgespeckte Version des Klassikers für die Zielgruppe der Pokemon-Spieler angeboten. Dabei ist Duel Masters durchaus ein schönes, zügiges und dennoch nicht taktikarmes Spiel.

Jeder Spieler hat vor sich fünf Schilde und auf der Hand fünf Karten, die den Elementen Licht, Finsternis, Natur, Wasser und Feuer zugeordnet sind. Diese Karten sind Zaubersprüche oder Kreaturen und zugleich Energiequelle (Manaquelle). Hier ist ein wesentlicher Unterscheid zu Magic The Gathering, denn dort gab es spezielle Länder, die als Manaquelle dienten. Durch die Doppelfunktion aller Karten wird Duel Masters sehr viel schneller als der Sammelkartenklassiker. Auch benötigt man zum Bezahlen der Beschwörungskosten der ausgespielten Karte nur einen Manapunkt in der jeweiligen Farbe der Karte, der Rest darf mit anderen Farben beglichen werden. Nicht selten ärgert man sich, dass man eine starke Kreatur als Manaquelle verwenden musste und diese nun nicht mehr als Angreifer im Duell zur Verfügung steht.

Eigen ist dem Spiel die Siegbedingung, die Schilde des Gegners zu durchbrechen und ihn dann einen Treffer zu setzen. Auch das kürzt die Spieldauer prinzipiell ab. Doch die Kreaturen des Gegners können sich zum Teil in den Angriff werfen und so schlimmstes verhindern. Natürlich gibt es auch Kämpfe zwischen den Kreaturen, doch die möglichen Ziele müssen bereits getappt sein (in der Vorrunde benutzt worden sein), was ebenfalls ein großer Unterscheid zu Magic The Gathering ist. Genau das macht aber den Reiz des Kampfsystems von Duel Masters aus. Es ist eben nicht möglich, mit einer frei gewählten Kreatur zu verteidigen, sondern die Angriffe gehen gezielt auf den Spieler beziehungsweise seine Schilde oder auf konkret benannte Kreaturen.

Durchbrochene Schilde wandern auf die Hand des angegriffenen Spielers und stehen ihm wieder als karte zur Verfügung. Darunter sind Schildkarten, die sofort ins Spielgeschehen eingreifen und den Angreifer so manche böse Überraschung erleben lassen. Eine schöne und sehr eigene Idee.

Natürlich haben die Karten allerlei Sonderfunktionen und sind in ihrer Anzahl (Häufigkeit) und Stärke sehr unterschiedlich. So bleiben die sich langsam entwickelnden Decks der Starter-Sets nur der Einstieg in ein System, das durchaus zu überzeugen weiß und ein sehr zugängliches Regelwerk hat. Zusatzkarten in Form von den Booster-Wundertüten sind notwendig, um die Decks zu optimieren und eigene Decks zu kreieren. Sicher ist Duel Masters aber nur der Einstieg für jüngere Spieler in die reihhaltige Welt von Magic The Gathering, das hier gekonnt adaptiert und vereinfacht wurde.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spielerzahl: 
2
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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