Einsatz - bitte!

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 09.06.2010
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Einsatz bitte von Heidelberger Spieleverlag
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Endlich wieder einmal ein Spiel, das für große Gruppen geeignet ist und nicht Werwolf heißt. Bis zu 24 Personen können mitspielen (wobei, das sei gleich vorweg gesagt, es auch noch mehr Spieler sein können, es wird dann halt vielleicht ein klein wenig unübersichtlicher).

Zu Beginn des Spieles bilden die Spieler zwei Teams. Wie sie das anstellen, ist ihre Sache, die Spielregel schweigt sich darüber aus. Über wie viele Runden das Spielgehen soll, bleibt ebenfalls den Spielern überlassen. Nun werden 30 Halbsatzkarten und 105 Begriffsharten in zwei getrennten Stapeln in die Tischmitte gelegt.

Und schon kann es losgehen. Ein beliebiger Spieler ans Team A übernimmt die Rolle des Hinweisgebers. Er dreht die Sanduhr um (Laufzeit ca. eine Minute) und schaut sich die oberste Begriffskarte geheim an. Anschließend liest er den Text der obersten Halbsatzkarte laut vor. Der Erklärer vervollständigt nun den angefangenen Satz und versucht dabei, einen Hinweis auf den richtigen Begriff zu geben. Ist der Satz fertig, versuchen die Teammitglieder, die Lösung zu erraten. Gelingt dies, gibt es einen Punkt. Wenn jetzt noch Sand rieselt, kann der Hinweisgeber gleich noch einen weiteren Begriff auf dieselbe Weise raten lassen. Wird ein Begriff innerhalb von ca. zehn Sekunden nicht geraten, so wird er zur Seite gelegt und falls noch Zeit ist, einfach ein neuer genommen. Die beiden Teams sind nun abwechselnd immer eine Sanduhr lang an der Reihe, wobei natürlich der Hinweisgeber auch immer wechselt. Am Ende ist das Team mit den meisten Punkten Sieger.

Zur Verdeutlichung noch ein kleines Beispiel: Welcher Begriff ist hier gesucht? Der vorgegebene Halbsatz lautet "Häufig benutzt wird es von. . ." Der Hinweisgeber liefet dazu folgende Ergänzung: „Soldaten, die dann gerne marschieren“.

EinSatz bitte! Ist ein lustiges und schnelles Partyspiel. Der Spielspaß kann – wie bei vielen Spielen dieser Art – durch Mitspieler, die sehr lange für die Formulierung eines Satzes überlegen müssen, erheblich verlieren. Es ist sicherlich kein abendfüllendes Spiel, sondern eher für zwischendurch geeignet. Allzu oft hintereinander sollte man es auf jeden Fall nicht spielen, da sich die 30 Halbsatzkarten und die 105 Begriffskarten sonst schnell verbraucht haben. Vielleicht gibt es ja bald eine Erweiterung mit neuen Kartensätzen. Die Lösung des Beispiels lautet übrigens "Stiefel".
 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
4 - 24
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2009
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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