Era Of Inventions

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 04.04.2011
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Era Of Inventions von
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Irgendwo in einer Garage sitzen und etwas Bahnbrechendes austüfteln, ist das nicht der Traum von vielen. In diesem Spiel könnt ihr die großen Erfindungen der industriellen Revolution einmal selbst tätigen und auch gleich als Patent anmelden oder gar selbst auf den Markt bringen.

Era Of Inventions dauert je nach Spieleranzahl acht bis zehn Runden. Jede Runde besteht aus zwei Phasen, dem Setzen der Aktionsscheiben und dem Ausführen der entsprechenden Aktionen. Auf dem Spielplan sind sechs Aktionen, die man auswählen kann. Allerdings bietet jede Aktion nur Platz für zwei Aktionsscheiben. Nachdem alle Aktionsscheiben gesetzt sind, beginnt die zweite Phase, das Ausführen der Aktionen.

Die erste Aktion erlaubt das Bauen von bis zu drei Fabriken. Die Baukosten kommen in den allgemeinen Vorrat. Die zweite Aktion ermöglicht die Produktion von Rohstoffen. Alle Fabriken des Spielers, der diese Aktion gewählt hat, produzieren die entsprechenden Rohstoffe. Ein Spieler, der die dritte Aktion gewählt hat, kann für ein bis drei Münzen die Rohstoffe von ein bis drei Schiffen und/oder Lagerhallen erwerben. Als vierte Aktion kann man sich auf dem Tauschmarkt entweder einen Entwicklungsstein nehmen oder dort bis zu fünf Aktionen durchführen. Die fünfte Aktion bietet die Möglichkeit, Erfindungen zu machen oder Patente anzumelden. Dabei darf man mit einer Aktion beliebig viele Erfindungen machen. Erfindungen werden mit Entwicklungssteinen bezahlt. Auf dem Spielplan sind neun Erfindungen zu sehen, die man tätigen und auf den Markt bringen kann. Um sich vor Plagiaten zu schützen, kann man seine Erfindungen zum Patent anmelden. Mit der letzten Aktion kann man Erfindungen produzieren. Gegen Zahlung der entsprechenden Rohstoffe kann man bis zu drei Erfindungskarten produzieren und sich dafür Münzen, Entwicklungssteine oder Einflusspunkte sichern.

Nachdem alle Aktionen abgehandelt sind, endet die Spielrunde, und die nächste Runde kann vorbereitet werden. Erfindungs- und Fabrikkarten werden wieder auf dem Spielplan ausgelegt, und die leere Schiffe und Lagerhallen werden wieder mit entsprechenden Rohstoffen aufgefüllt. Der Startspieler wechselt, und der Spielrundenanzeiger wird eine Runde weitergesetzt.

Am Ende des Spiels gilt es, den Gewinner zu ermitteln. Die Gesamtpunktzahl eines Spielers setzt sich zusammen aus den Einflusspunkten, die er im Laufe des Spiels gesammelt hat, und aus eventuellen Bonuspunkten, die er am Schluss des Spiels noch erhält. Bonuspunkte gibt es für den Spieler, der bei der Patentanzeige die höchste Position hält, für den Spieler, der die meisten Entwicklungssteine investiert hat und für den Spieler mit der höchsten Produktionskapazität.

Era of Inventions gehört in die Reihe der sogenannten „Worker-Placement-Spiele“. In dieser Reihe bietet es gute Kost, nichts wirklich Neues, wenn man vom Thema einmal absieht. Die zwölfseitige Spielregel stellt sicherlich eine gewisse Einstiegshürde dar, aber wenn diese erst einmal gemeistert ist, erschließt sich ein durchaus interessantes Spiel. Ein wenig Zeit sollte man für das Spiel einplanen. Vor allem in voller Besetzung dauert das Spiel auch bei flüssiger Spielweise schnell einmal zwei Stunden und mehr. Ein kleiner Kritikpunkt am Rande: Die Farbgebung ist nicht immer glücklich gewählt. So lassen sich z. B. die schwarzen und die lila Steine je nach Lichtverhältnissen nur sehr schwer unterscheiden.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
3 - 5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
12
Spieldauer (Minuten): 
90
Jahrgang: 
2010
Spielkategorisierung
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