Europareise

eine Spielerezension von Bernhard Fischer - 31.10.2005
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Lesezeit: ca. 3 Minuten

Zu Spielbeginn entscheiden sich die Spieler auf welcher der beiden Spielplanseiten sie spielen wollen (physische oder politische Karte). Am eigentlichen Spielgeschehen ändert das nichts. Beide Seiten sind recht schön gemacht, mir persönlich gefällt die politische Karte aufgrund der Zeichnungen aber besser.

Zu Beginn des Spiels zieht jeder eine Städtekarte, die den Start- und Zielort definiert. An diesem Punkt stellt jeder Spieler sein Fähnchen auf, um die Stadt mit der jeweiligen Farbe zu markieren.

Nun erhält jeder Spieler sechs weitere Städtekarten. Diese Städte muss man durchreisen, wenn man vorhat, das Spiel zu gewinnen. Jetzt wird eifrig zu würfeln begonnen. Man darf immer so viele Felder weiterziehen, wie man gewürfelt hat (logisch, oder?). Durchreist man dabei eine Stadt, die man auch in seinen Städtekarten hat, kann man die jeweilige Karte sofort abgeben.

Würfelt ein Spieler eine Eins, hat er die Qual der Wahl und kann sich aussuchen, ob er einen Punkt weiterfahren möchte, oder lieber eine Ereigniskarte ziehen möchte. Was auf solch einer Ereigniskarte steht, muss jedoch nicht immer hilfreich sein.

Zusätzlich zu den Straßenverbindungen gibt es noch Flug- und Seeverbindungen. Kommt man zu einem Hafen, muss man stehen bleiben und darf in der nächsten Runde, ohne zu würfeln, zum nächsten Hafen ziehen.

Etwas komplizierter ist das mit den Flugverbindungen. Dazu gibt es einen Flugplan, der den Spielplan in sechs Bereiche einteilt. Will man innerhalb eines Bereiches von Flughafen zu Flughafen fliegen kostet das zwei Würfelpunkte, will man von einem Bereich in den angrenzenden fliegen, kostet das vier Würfelpunkte (diagonal ist nicht erlaubt!).

Derjenige, der als erster seine Städtekarten verbraucht und wieder auf seiner Ausgangsposition (gekennzeichnet durch das Fähnchen) angekommen ist, hat das Spiel gewonnen.

Europareise ist ein recht schön designtes Spiel, das ideal für Schulen und jüngere Kinder geeignet ist. Beim Reisen auf dem Spielplan stellt man immer wieder ein paar Parallelitäten zu Elfenland her. Jedoch ist Europareise, da es ein Würfelspiel ist, doch sehr vom Glück abhängig, was bei Elfenland keineswegs der Fall ist.

Ein bisschen ärgert mich, dass die umfangreichen und interessanten Informationen zu jeder Stadt, auf den Rückseiten der Städtekarten, überhaupt nicht ins Spielgeschehen einfließen. Man kann sie sich lediglich zusätzlich durchlesen, was einem bald zu blöd wird.

Fazit: Europareise ist ein schön gemachtes, lehrreiches Kinderspiel, das aber keinen großen Langzeitspaß bietet.

 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spielerzahl: 
2 - 6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
45
Jahrgang: 
1980
Spielkategorisierung
Spielethema: 
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