Familie Brumm

eine Spielerezension von Heike und Andreas Bolle - 30.11.2007
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Familie Brumm von Reich der Spiele
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Ein kleines Mädchen hat sich in das Haus einer Bärenfamilie geschlichen, hat heimlich vom Mittagessen genascht und dabei alles durcheinander gebracht. Jetzt liegen Teller, Gabeln und Messer von Papa, Mama und Baby Brumm unter den Servierten versteckt. Das Aufräumen wird zu einem Memo- und Würfelspiel für kleine Kinder.

Die drei unterschiedlich großen Spielfiguren Mama, Papa und Baby Brumm werden um den runden Spielplan herum aufgestellt. Auf dem Spielplan liegen verdeckt sieben Karten. Wer an der Reihe ist, würfelt und setzt eine beliebige der drei Spielfiguren die entsprechende Anzahl Felder weiter. Anschließend darf er die Karte umdrehen, vor der die Spielfigur steht. Passt das auf der Karte abgebildete Teil von der Größe her zu der Spielfigur, darf er die Karte behalten und eine neue Karte verdeckt auf den leeren Platz legen. Anderenfalls wird die Karte wieder zugedeckt. Der Spieler hat dann in dieser Runde keine Karte gewonnen.

Die Kinder erkennen nicht auf den ersten Blick, ob das auf der Karte abgebildete Teil zu der Spielfigur passt. Das können sie überprüfen, indem sie die Spielfigur auf die Karte stellen. Stimmt die Länge der Standfläche der Figur mit der Länge des abgebildeten Messers oder der Gabel oder mit dem Durchmesser des Tellers überein, passt die Karte zu der Figur. Dies ist aber auch schon die einzige Schwierigkeit an diesem Spiel. Viel merken muss man sich bei nur sieben Karten nicht. Im Wesentlichen hängt es vom Würfelglück ab, wer gewinnt.

Kinder im Kindergartenalter können an der einfachen Spielidee durchaus Gefallen finden. Vielleicht finden sie auch die Aufmachung ansprechend. Immerhin halten hier Mama, Papa und Baby Brumm zusammen und lösen das Problem gemeinsam. Die Aufmachung hat aber auch Schwächen, so ist auf dem Spielplan, der den Tisch der Bärenfamilie darstellt, ein Topf mit Grießbrei zu sehen. Aber wer isst Brei schon mit Messer und Gabel? Außerdem ist es ungewöhnlich, dass Mutter und Vater von verschieden großen Tellern essen.

Die Spielanleitung ist übersichtlich und leicht verständlich. Allerdings ist das darin enthaltene Märchen „Goldlöckchen und Familie Brumm“ ein nicht gelungener Schneewittchen-Verschnitt. Für kleine Kinder hätten die Spielfiguren größer sein können. Die Figuren kippen ihnen beim Spielen leicht um. Allerdings lässt sich das Spiel auch spielen, wenn man die Figuren vor den Spielplan legt, statt sie hinzustellen. Dass das Spiel auch für jüngere Grundschulkinder noch interessant ist, wie der Verlag behauptet, darf angezweifelt werden.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
4 - 8
Spieldauer (Minuten): 
10
Jahrgang: 
2006
Spielkategorisierung
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