Farben Fische

eine Spielerezension von Riemi - 16.10.2010
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Farben Fische von Goldsieber
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Obwohl Fische und Regenwürmer sich eigentlich niemals begegnen dürften, sind sie doch unweigerlich miteinander verbunden. Bei Farben Fischen ist es nicht anders. Sechzig Fischteilkärtchen werden verdeckt ausgelegt. Damit sie am Anfang von den dreißig Wurmkärtchen getrennt werden können, sind Fisch und Wurm auf der jeweiligen Kartenrückseite abgebildet. Das erleichtert so eine „Arbeit“ ungemein und meinen Dank an die Redaktion von Goldsieber tue ich nicht nur deswegen hiermit kund.

Während alle ein- oder zweifarbige Fischteile (Es gibt Kopf-, -Mittel und Schwanzteile) verdeckt in die Tischmitte gelegt werden, werden aus den Würmern drei verdeckte Türmchen zu je zehn Kärtchen. Dazu gibt es einen Würfel, der von dem Spieler immer am Zuganfang geworfen werden muss. Meistens ist er gnädig und man darf je nach Symbol ein oder zwei Fischkärtchen aus der Tischmitte zu sich nehmen. Nur eine Seite - die mit dem Wurm - lässt den Spieler aussetzen. Die Aufgabe für jeden am Spieltisch besteht darin, sich so möglichst ein bis zwei Fische zusammenzubauen.
 
Ein kompletter Fisch besteht aus drei Teilen. Wer ein oder zwei Fische nach seinem Zug zusammengeflickt hat, kann einen oder vielleicht sogar beide an die Wurmstapel anlegen. Sollten dadurch zwei Fische vor einem Stapel liegen (sie werden übrigens mit kleinen Holzfischen in der Spielerfarbe markiert), beginnt das Spiel im Spiel, was viele unter dem Namen Can`t Stop kennen. Man nimmt ein Wurmkärtchen, schaut sich die Farbe an, vergleicht, und sollte wenigsten eine Farbe von dem Wurm im Fisch wieder zu finden sein, darf man aufhören oder weitermachen. Wenn man sich zum Aufhören entschließt, sind der oder die Würmer sicher. Passt es nicht, werden die Würmer wieder unter dem Stapel gelegt. Egal wie das Fischzocken ausgegangen ist, der Fisch wird im Karton „entsorgt“. Wer auf diese Weise zuerst sechzehn Würmer gefangen hat, gewinnt. Im anderen Fall, wenn alle Wurmkärtchen verteilt wurden, gewinnt der Spieler mit den meisten Würmern. Es gibt sogar eine Taktiknote, wer die Nerven hat und abwartet, kann mit zwei fertigen Fischen einen Wurmstapel übernehmen, den fremdem Fisch seinem Besitzer zurückgeben und sofort damit anfangen, Wurmplättchen aufzudecken. 
 
Farben Fische ist kein spielerisches Highlight, aber ein Beispiel für exzellente Redaktionsarbeit und somit gut für die spielerische Nachwuchsarbeit geeignet. Erwachsene sollten keine Schwierigkeiten haben sich die Regeln zu erarbeiten und den Kindern zu vermitteln.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spielerzahl: 
2 - 4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
5
Spieldauer (Minuten): 
15
Jahrgang: 
2009
Spielkategorisierung
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