Fat Fish

eine Spielerezension von Johannes Halbig - 31.08.2018
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Kartenspiel Fat Fish - Foto von HUCH
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Kajakfischen ist schwer im Kommen. Dabei geht es natürlich nicht um das Fischen eines Kajaks, sondern um Angeln vom Kajak aus. Davon abgesehen, dass damit endlich auch etwas Bewegung in den Angelsport kommt, wird damit auch der Bewegungsradius des Anglers enorm erweitert. Zeit, dass ein Bild eines Kajakanglers auch auf einer Spielschachtel auftaucht. Die Schachtelgrafik von Fat Fish zeigt einen solchen Angler in Aktion. Das Kartenspiel stammt vom Autorentrio Wolfgang Kramer, Bernhard Lach und Uwe Rapp (HUCH!).

Wie wird das Kartenspiel Fat Fish gespielt?

Bei Fat Fish angelt ihr Fische, indem ihr möglichst fette Fische in Form von Karten vor euch sammelt. Um die Fischgründe ordentlich vorzubereiten, erhält jeder Angler zwölfFischkarten, die er verdeckt vor sich ablegt. Die obersten vier Karten dieses persönlichen Nachziehstapels nimmt jeder auf die Hand. In der Mitte des Flusses, bzw. Tisches werden drei Fischkarten untereinander ausgelegt. Je nach Spielerzahl werden drei bis 15 Karten verdeckt als Reservestapel für diese drei Reihen bereitgelegt. Die restlichen Karten wandern zurück in die Schachtel. Wer an der Reihe ist, darf ein bis vier Karten aus der Hand an eine der drei Reihen in der Tischmitte anlegen. Dabei muss gleiche Farbe an gleiche Farbe angelegt werden. Ist eine Farbe an keinem Ende der drei Reihen vertreten, dann kann der Spieler diese Farbe an eine beliebige der drei Reihen anlegen. Besteht eine Reihe aus fünf Karten, so ist das Netz sozusagen voll, und der Spieler, der die letzte Karte gelegt hat, erhält den Fang. Von jeder Farbe in diesem Fünferstapel legt der Spieler eine Karte auf einen offenen Stapel vor sich ab. Diese Karten sind die Pluspunkte. Die restlichen Karten werden verdeckt daneben abgelegt und schlagen am Ende als Minuspunkte zu Buche. Im Falle, dass der Spieler eine einfarbige Reihe nehmen muss, darf er zwei Karten auf seinen „Plusstapel“ legen. Im Anschluss daran werden die Reihen wieder auf drei ergänzt. Am Ende seines Zuges zieht der Spieler Karten aus seinem persönlichen Vorrat, bis er wieder vier Karten auf der Hand hat.

Für den, der seine Karten alle ausgespielt hat, endet das Spiel. Die anderen Spieler können noch so lange weiterspielen, bis auch sie ihre letzte Karte ausgespielt haben. Der Angler mit den fettesten Fischen, sprich meisten Punkten, gewinnt das Spiel.

Für die etwas erfahreneren Angler kommen noch Angelscheine mit ins Boot, die man allerdings nur durch das Erfüllen bestimmter Bedingungen erhält. Von den neun Angelscheinen, die im Spiel sind, werden zwei erst am Ende des Spieles vergeben, einer wandert immer bei der Erfüllung seiner Bedingung zum jeweiligen Spieler. Wer den Schein am Ende besitzt, bekommt die Bonuspunkte. Die anderen sechs erhält man, wenn man eine bestimmte Bedingung als erster erfüllt.

Lohnt sich das Kartenspiel Fat Fish?

Das Prinzip des „Angelns“ einer vollen Reihe kennt man aus 6 nimmt. Nicht umsonst ist Wolfgang Kramer einer der Autoren des Spieles. Das Spielgefühl ist jedoch ein deutlich anderes als bei 6 nimmt. Die Karten werden nicht aufsteigend nach Zahlen geordnet und man muss auch nicht nach der kleinsten Differenz Ausschau halten, da beim Anlegen nur die Farben eine Rolle spielen. Außerdem ist Fat Fish besser steuerbar – wenn man vom Faktor Kartenglück einmal absieht – weil man seine Karten in seinem Zug anlegt und nicht schon im Voraus verdeckt auf den Tisch legen muss. Die Angelscheine bringen zwar etwas mehr Spannung ins Spiel, machen es aber auch unübersichtlicher, da man ständig prüfen muss, ob man eine der Angelscheinbedingungen erfüllt ist. Fat Fish ist ein nettes Kartenspiel für zwischendurch, familientauglich und kommt bei uns immer wieder einmal auf den Tisch.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
2-6
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
20
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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