Fauna logic

eine Spielerezension von Tanja Koch - 05.06.2011
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Fauna logic von Huch and friends
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Wege legen mit Sechsecksteinen. So lässt sich – extrem verkürzt – das Spielprinzip von Fauna logic zusammenfassen. Doch das wird dem Solospiel nicht gerecht, klingt es doch banal und anspruchslos. In Wirklichkeit ist Fauna logic ein ziemlich kniffeliges und anspruchsvolles Spiel, das auch durchaus frustrierende Momente haben kann.

Doch mal ganz von vorne. Worum geht es hier eigentlich? Das Prinzip ist schnell verstanden: Nimm eine Aufgabenkarte, lege den Rahmen darauf und dann platziere die sechs Kunststoffteile so, dass die auf der Karte aufgedruckten Stationen von 1 bis 5 genau einmal durchlaufen werden – in der richtigen Reihenfolge.

Klingt schon wieder simpel. Hätten es die Kunststoffteile nicht in sich: Es sind aus Sechseckfeldern zusammengesetzte Spielsteine, bei denen einige Felder durchsichtig sind, andere nicht. Kein Spielstein gleicht einem anderen und es sind ziemlich ungewohnte Formen dabei, die es einem nicht leichter machen, die insgesamt 40 Aufgaben zu meistern.

Wie bei solch aufgabenbasierten Solospielen üblich, steigt der Schwierigkeitsgrad von Aufgabe zu Aufgabe an. Wird bei den ersten acht Aufgaben noch geholfen, indem die Position von ein oder zwei Spielsteinen vorgegeben ist, steht man später gänzlich hilflos vor der Aufgabe, die Steine zu platzieren. Mal passen sie und es sind alle Stationen zu sehen und es wäre alles perfekt, wenn man auch noch von Station 2 zu Station 3 gelangen würde… Es ist zum Haare raufen! Irgendwann gibt man frustriert auf, räumt die Steine zurück ohne groß nach zu denken und stellt fest, dass die Lösung auf dem Brett liegt, wenn man nur zwei Steine tauscht …

Dieser hohe Schwierigkeitsgrad, der schon früh erreicht wird, ist es auch, der daran zweifeln lässt, ob Fauna logic wirklich für Kinder ab sechs Jahren geeignet ist. Darüber täuscht auch das Tierthema nicht hinweg. Zwar soll hier quasi im Vorbeigehen auch noch etwas Tierkunde vermittelt werden (auf den einzelnen Stationen der Aufgaben finden sich Hinweise zu Größe, Gewicht und Lebensraum der abgebildeten Tiere), doch werden die bei dem Versuch, die Aufgaben zu lösen schlichtweg übersehen.

Das Material ist schön: Die Kunststoffteile sind hochwertig und ohne scharfe Kanten, die Aufgabenkarten sind stabil. Das komplette Material lässt sich in der Spielbox unterbringen und ist mitnahmetauglich, wenn man in ein zusätzliches Gummiband investiert.

Insgesamt ein wirklich schönes Solospiel, das fordert und nicht mal eben locker flockig nebenbei gelöst wird. Genau das macht den Reiz aus.

Wem die Aufgaben aus Fauna logic nicht reichen, kann mit „Ivanhoe“ (aus der gleichen Serie) weitermachen. Das ist das gleiche Spielprinzip, nur unterscheidet sich „Ivanhoe“ in genau einem Spielstein von der tierischen Version. Die Aufgaben sind also unterschiedlich.
 

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
1
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
6
Spieldauer (Minuten): 
10
Jahrgang: 
2010
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
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