Feuer & Flamme

Ran an den Grill

eine Spielerezension von Frank Riemenschneider - 06.10.2013
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Feuer & Flamme von Huch and friends
Lesezeit: ca. 2 Minute

Mein Haus, mein Auto – mein Grill. Während die Frau den Tisch deckt und die Salate anrichtet, macht der Mann Feuer. Das ist gar nicht so einfach und geht am besten mit einem oder zwei Bier zwischendurch; ist ja heiß. Wenn die Glut weiß ist (auf keinen Fall Feuer und Flamme aus den Augen lassen), darf die Frau das Fleisch zum Grillen anreichen und hinterher, vor dem Abwasch, darf sie nicht vergessen, den Mann für seine hervorragenden Grillkünste zu loben. Während er sich beim nächsten Bier ausruhen muss. Der arme Kerl hat ja die ganze Zeit am Grill gestanden und kann sich erst jetzt hinsetzen. Ein bisschen am Bauch gekratzt, zufrieden aufgestoßen und der Frau bei der Arbeit zu sehen. Tja liebe Männer, so hättet ihr es gerne.

Zurück zur Wirklichkeit. Im Prinzip wie oben, nur dass bei Feuer & Flamme von Huch and friends alle mithelfen und mitspielen. Ein Grill wird in der Tischmitte aufgebaut. Jede Menge Fleisch und Gemüse (sieht man eigentlich beim Grillen viel zu selten) aus Holz wird um den Grill verteilt. Dazu werden Grillkarten mit den abgebildeten Zutaten gemischt und verdeckt ablegt. Die Grillzange dient dazu, nach dem aufdecken der Grillkarte, das entsprechenden abgebildete Grillgut mit der Grillzange(!) auf den Rost zu legen - fertig. Wem etwas vom Grill fliegen sollte, hat Pech gehabt und muss im schlimmsten Fall für den Rest des Spiels tatenlos zusehen. Jeder darf nämlich nur drei Sachen vom Grill fallen lassen. Schließlich sind wir Profis. Dazu gehört auch, dass es Bonuskärtchen gibt, die rechtzeitig eingesetzt werden sollten. Sie machen einem das Leben am Grill leichter. So darf man sich zum Beispiel mit dem Einsatz eines Kärtchens Platz auf dem Grill schaffen. Wer als letztes übrig bleibt oder das letzte Grillteil aus dem Vorrat auf den Grill legen konnte, gewinnt.

Klingt erst mal wie ein gewöhnliches Stapelspiel, macht aber wegen der Grillzange, dem hervorragenden Spielmaterial und dem Thema Spaß. Die Grillteile sind bis auf diese sche.. Aubergine gut zu packen. Der Stapelfantasie kann freien Lauf gelassen werden und das Spiel an sich wird mit einem „das kann man in einer geselligen Runde gut spielen“ bewertet.

Der nicht nur aus dem Fernsehen bekannte Koch Herr Lafer hat zu diesem Spiel, neben seinen Namen, Rezepte und Grilltipps (die unser oben genannter Mann niemals befolgen würde) beigesteuert. Vermutlich um Herrn Lafer zu bezahlen, wurde dem Spiel ein Werbeflyer beigelegt, um damit Kugelgrills zu verkaufen. Dieser Grill ist auch auf dem Cover abgebildet. Warum nicht.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spielerzahl: 
2 - 5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
5
Spieldauer (Minuten): 
20
Jahrgang: 
2013
Spielkategorisierung
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