Fische versenken

eine Spielerezension von Verena Segert - 01.02.2017
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Fische versenken - Foto von moses.Verlag
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Spätestens seit sich ein kleiner Clownfisch im Jahre 2003 auf den Kinoleinwänden aus einem Aquarium zurück in den Pazifischen Ozean gekämpft hat, ist bekannt, auf welch kreative Fluchtideen die kleinen und großen Wasserbewohner kommen. Und genau darum geht es in dem Kartenspiel Fische versenken (moses. Verlag) von Martin Nedergaard Andersen für zwei bis vier Fischliebhaber. Denn wenn es im Goldfischglas zu langweilig wird, geht es einfach ab durch die Toilette, das Waschbecken oder das offene Bullauge in die Freiheit, indem jeweils zwei der liebevoll gestalteten Karten geschickt miteinander kombiniert werden. 

Wie wird das Kinderspiel Fische versenken gespielt? 

In dem stabilen Schiebekarton befinden sich 60 Karten, die von ihrem Aussehen und ihrer Haptik sehr ansprechend gestaltet sind. Das Besondere an den Karten ist nicht nur das Loch, welches sich an einer von sechs möglichen Positionen befindet, sondern auch die Handhabung, denn in diesem Spiel sind beide Seiten der Karte von Bedeutung. Eine Seite der Karten zeigt fünf verschiedene Fische, die andere ein Badezimmer mit jeweils einem der fünf Fische. Nachdem die Karten gemischt wurden und jeder Mitspieler fünf Handkarten erhalten hat, geht es ans Kombinieren der beiden Seiten. Dazu wird eine Karte vom Nachziehstapel aufgedeckt. Diese zeigt an, welchen Fisch es zu versenken gilt. Aber Achtung, tauchen ein Hai oder eine Krabbe auf, gelten andere Regeln. Alle Mitspieler versuchen nun zeitgleich, zwei der Handkarten so übereinanderzulegen, dass der gesuchte Fisch durch das Loch der Karte in die Freiheit gelangt. Oder sich beispielsweise bei einem Hai in Sicht alle Fische verstecken. Sobald ein Mitspieler die gesuchte Kombination gefunden hat, legt er die Karten ab und ruft: „Fisch versenkt!“. Wurde richtig kombiniert, wandern die abgelegten Karten als Belohnung auf den eigenen Punktestapel und die Handkarten werden wieder auf fünf aufgefüllt. Bei einem Fehlversuch kommen die abgelegten Karten wieder zurück auf die Hand und es wird weiter nach der richtigen Kombination gesucht. Das Familien- bzw. Kinderspiel endet, sobald der Nachziehstapel aufgebraucht ist. Der Spieler, der die meisten Fische versenkt hat, gewinnt das Spiel. 

Für wen eignet sich das Kinderspiel Fische versenken?

Bei dem Versenken der Fische können sowohl Kinder als auch Erwachsene ihren Spaß haben. Das rasante Kartenspiel ist schnell erlernt und eignet sich somit für die ganze Familie, denn in den kurzweiligen Partien für Zwischendurch kommen Klein und Groß ins Schwitzen. Auch wenn das Spiel laut Karton erst ab acht Jahren geeignet ist, schaffen es spielerprobte Kinder bereits in jüngeren Jahren, ihr Kombinationsgeschick zu beweisen. Um es diesen ein wenig leichter zu machen, ist es hilfreich, wenn die jüngeren Mitspieler die Handkarten auf den Tisch ablegen dürfen, ältere diese aber in der Hand kombinieren müssen. So können Kinder mit Jugendlichen und Erwachsenen gemeinsam den Fischen die Freiheit schenken. 

Freunde von Echtzeit- und Hektikspielen werden es lieben, die Karten mit anderen um die Wette zu kombinieren. Wer allerdings keine Lust auf Schnelligkeit und Wettbewerb beim Spielen hat, wird vermutlich auch an diesem Kinderspiel nur wenig Freude haben. 

Mich hat Fische versenken in den Testrunden nicht nur durch die zauberhafte Illustration von Monika Suska begeistert, sondern auch durch das witzige, wenn auch nicht neue Spielprinzip sowie die einfachen Regeln. Nach einer kurzen Erklärung kann sofort losgespielt und den Fischen bei ihrer Flucht geholfen werden. Als Auflockerung und Warm-up eignet sich das Spiel somit für viele Altersgruppen und regt ganz nebenbei noch zum räumlichen Denken an.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spielerzahl: 
2-4
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
8
Spieldauer (Minuten): 
10
Jahrgang: 
2016
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Fotos
Material von Fische versenken - Foto von moses.Verlag
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