Flunkerkönig

eine Spielerezension von Jörn Frenzel - 14.02.2015
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Kinderspiel Flunkerkönig - Foto von Haba
Lesezeit: ca. 3 Minuten

Ein Spiel, bei dem man offiziell flunkern darf!!! Nicht, dass es, wie beim Spiel Münchhausen, erwünscht wäre, aber es schlägt genau in die Bresche und macht dabei viel Spaß! Flunkerkönig von Anja Dreier-Brückner (Haba) enthält 54 Tierkarten, sechs Narrenkarten und sieben Strafpunkte in Form von roten Holzchips und ist für 2-5 Spieler.

Leider ist die Grafik auf den Karten nicht so optimal, aber die Kinder erkennen und verstehen sie dennoch. Hätte man Grafiken ähnlich der Kartenrückseiten, die edel aussehen, genommen, wäre es superhübsch gewesen.

Wie wird das Kinderspiel Flunkerkönig gespielt?

Auf jeder Karte sind bestimmte Tierarten abgebildet und zwar einmal, zweimal oder dreimal. Davon gibt es neun Tierarten, denen der jeweils typische Tierlaut zugeordnet ist. Da geht es von der Grille, deren "Zirp, Zirp" erklingt, bis zur Kuh mit ihrem bekannten "Muh"! Die Grille ist dabei auch das rangniedrigste Tier und die Kuh das höchste. An einer Übersichtsskala am Kartenrand ist das für die Kinder gut erkennbar, da die Tiere dort aufsteigend abgebildet sind.

Jeder erhält zwei Karten, legt eine davon verdeckt auf den Spielstapel und ahmt dabei die Geräusche des jeweiligen Tieres nach. Ist ein Tier einmal abgebildet (z. B. die Katze), dann macht man genau einmal den Tierlaut nach (bspw. "Miau"). Ist das Tier (wieder die Katze) zweimal abgebildet, miaut man zweimal und bei drei Tieren eben dreimal. Danach ist der nächste Spieler an der Reihe, und er muss verdeckt spielend eine höherwertige Karte legen. Entweder die selbe Karte mit mehr abgebildeten Tieren derselben Art oder eine höherwertige Tierart! Man kann natürlich dabei flunkern, denn bei nur zwei Spielkarten hat man nicht immer was Höherwertigeres auf der Hand.

Eine Biene abzulegen wird dabei von einem "Ätsch!" begleitet. Sie unterbricht den Spielablauf kurz. Ab hier kann man die Tierfolge wieder von vorn anfangen und umgeht die Erhöhung. Der folgende Spieler kann dabei immer anzweifeln, ob die gelegte Karte mit der dazugehörigen Aussage stimmt! Dann wird die gerade gelegte Karte umgedreht. Stimmen die Aussage und Abbildung überein, nimmt der Zweifler einen Strafchip, stimmt sie nicht überein hat der Vorgänger geflunkert und er muss diesen Strafchip nehmen. Der Spieler, der den Chip genommen hat, beginnt dann mit einer beliebigen Karte eine neue Runde. Wenn alle sieben Strafpunkte ausgeteilt sind, endet das Spiel und der mit den wenigsten Punkten gewinnt.

Wie gut ist das Kinderspiel Flunkerkönig von Haba?

Das Spiel funktioniert großartig, und nicht immer gelingt es den Kleinen, nicht zu zeigen, dass die gelegte Karte nicht stimmt. Die Altersgruppe ab 6 Jahren ist dabei auch genau die unterste Gruppe, aber auch in einer gemischten Altersgruppe klappt das problemlos.

Viele Elemente sind aus dem alten Münchhausen übernommen und alles wurde kindgerecht verpackt. Die Kinder haben viel zu lachen bei dem Spiel und verlangen nicht selten nach mehreren Partien. Da eine Partie nicht zu lange dauert, ist das kein Problem, denn erlaubtes Schummeln finden die Kleinen total aufregend. Auch ich habe meinen Spaß dabei und kann das Kinderspiel vorbehaltlos empfehlen. Nur die Grafiken sind nicht mein Ding, aber der Spielspaß überzeugt!

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spieletitel: 
Verlag: 
Spieleautor: 
Grafik: 
Spielerzahl: 
2-5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
6-99
Spieldauer (Minuten): 
15 Minuten
Jahrgang: 
2014
Spielkategorisierung
Spielethema: 
Spielegattung: 
Fotos
Inhalt von Flunkerkönig - Foto von Jörn Frenzel
Karten von Flunkerkönig - Foto von Jörn Frenzel
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