Das Schwarze Auge: Fremde Gefährten

ein Spiele-Artikel von Alexander Eich - 30.09.2005
Das Schwarze Auge: Fremde Gefährten
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Der Abenteuerband Fremde Gefährten beinhaltet die drei erstplatzierten Abenteuer des Wettbewerbs zum jährlichen Spielertreffen „Hannover spielt!“ aus dem Jahre 2004.

Das erste Abenteuer "Echsenbrut" führt die Spieler in die bisher unerforschten Echsensümpfe. Die Herausforderung des Abenteuers besteht in der gefahrvollen Reise durch die Sümpfe, der Konfrontation mit der unbekannten Kultur der Echsenmenschen und einer ungewollten Rolle als „Stiefeltern“ für ein Echsenmenschen-Findelkind. Dies alles sind Zutaten einer gelungen Geschichte, deren größter Reiz vor allem in der Interaktion mit den Echsenmenschen liegt, deren Charakter, Kultur und Lebensweise äußerst lebendig beschrieben werden.

"Schrecken im Eis" ist ein Abenteuer, das eine Heldengruppe in das Land der Yeti führt. Es kann auch dazu genutzt werden, eine neue Gruppe zusammenzuführen. Das Abenteuer besitzt einen eher klassischen Aufbau und ist auch für unerfahrene Rollenspieler und Anfänger gut geeignet. Eine der Stärken des Abenteuers ist die detaillierte Beschreibung der „Gegenspieler“ der Heldengruppe, welche es dem Spielleiter ermöglicht, sich in diese hineinzudenken.

Das Abenteuer "Unter Goblins" führt die Helden in die Kultur der Goblins ein. In der Nähe eines Goblindorfes wollen Anhänger des Namenlosen in einer Höhle ein unheiliges Ritual ausführen. Die Helden begleiten eine junge Goblinschamanin auf ihrer gefahrvollen Reise und müssen gemeinsam mit ihr die Durchführung des Rituals verhindern, was sich als gar nicht so einfach erweist, da ihre Gegenspieler den Ort des Rituals bereits erreicht haben.

Allen drei Abenteuern ist gemein, dass sie die Spieler in eine fremde und unbekannte Kultur entführen, was den drei Jungautoren durchweg gut gelingt. Aus diesem Grund sollten auch keine Helden aus dem entsprechendem Kulturkreis vertreten sein, da sonst das exotische Flair der Abenteuer verloren geht. Eine kleine Schwäche des Abenteuerbandes ist jedoch, dass Spielleiter noch etwas Arbeit in die Vorbereitung der Abenteuer stecken müssen, da einige Details noch weiter ausgearbeitet werden sollten. Trotzdem ein durchaus gelungenes Erstlingswerk der drei beteiligten Autoren.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Spielerzahl: 
3 - 5
Altersangabe: 
14