Galileo

eine Spielerezension von Michael Weber - 31.10.2005
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Lesezeit: ca. 3 Minuten

Der Weltraum ist voller Sterne, Planeten und Kometen. Mit einem guten Fernrohr kann man auf Entdeckungsreise gehen. So wie damals Galileo. Spielerisch umgesetzt heißt das: es gibt immer noch viele Sterne und Planeten, dazu natürlich die Kometen. Diese werden nach und nach durch Fernrohre entdeckt. Doch im Spiel Galileo wird nicht etwa der größte Entdecker belohnt, sondern der, der die besten Vorhersagen gemacht hat. Wird es mehr Planeten oder mehr Sterne durch das Fernrohr zu sehen geben? Zunächst wird ein fünf mal fünf Felder großer Weltraum-Spielplan mit verdeckten Plättchen ausgelegt, die entweder ein bis drei Sterne oder ein bis drei Planeten zeigen. Zusätzlich können auf diesen Plättchen auch Kometen abgebildet sein. Die übrigen Plättchen kommen in einen Sack. An den Enden der so entstehenden waagerechten und senkrechten sowie den äußeren diagonalen Verbindungslinien sind auf dem Spielbrett Fernrohre abgebildet. Die Spieler können nun entweder ein Plättchen aufdecken oder ein offenes Plättchen durch ein beliebiges neues austauschen, das dann aber verdeckt gelegt wird. Dazu müssen bei dieser Aktion zwei Plättchen umgedreht werden. Bevor ein Spieler am Zug ist, dürfen alle anderen eine Vorhersage abgeben. Wer der Meinung ist, dass unter den einem Fernrohr am nächsten liegenden Plättchen mehr Planeten, Sterne oder von beiden gleich viele vorhanden sind, darf entsprechend tippen, indem er einen Spielstein auf das Fernrohr legt. Sind im Laufe des Spiels die entsprechenden vier Plättchen aufgedeckt worden, kommt es zu einer Wertung. Stimmt die Vorhersage, darf der glückliche Tipper drei Felder auf einer Zählleiste vorwärts ziehen. Hat sich ein zweiter Spieler diesem Tipp angeschlossen, darf er ein Feld vorwärts ziehen. Für jeden Kometen, der mit aufgedeckt wurde, darf ein weiteres Feld gezogen werden. Bei falschen Tipps (die kommen leider oft genug vor), muss der Tipper ein Feld rückwärts ziehen. Sind alle Plättchen aufgedeckt, ist das Spiel beendet. Sieger ist, wer die meisten Felder auf der Zählleiste vorwärts rücken konnte. Galileo ist ein sehr schön und stimmungsvoll aufgemachtes Spiel, das bereits mit zwei Personen ganz gut spielbar ist. Der richtige Reiz kommt aber erst mit mehreren Spielern auf. Die Regeln sind geradezu simpel und wirklich gut beschrieben. Anfangs ist das Spiel etwas zäh, doch gegen Ende wird es eine echte Entdeckung. Mit einem Plättchenwechsel kann man bereits abgegebene Tipps der Mitspieler zunichte machten und selbst die richtige Vorhersage treffen. Schnell wird man so selbst oder zum eigenen Leidwesen ein Mitspieler zum Fiesling. Galileo - ein entdeckenswertes Spiel!

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
2 - 5
Altersempfehlung (ab bzw. von/bis Jahre): 
10
Spieldauer (Minuten): 
45
Jahrgang: 
2001
Spielkategorisierung
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