Globetrotter

Think - Training für den Kopf

eine Spielerezension von Michael Weber - 31.12.2006
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Globetrotter von Ravensburger
Lesezeit: ca. 2 Minuten

Globetrotter aus der THINK-Reihe verlangt ein wachsames Auge. Denn was auf den ersten Blick wie 64 einander gleichenden Karten aussieht, entpuppt sich beim näheren Hinsehen als in kleinen Details voneinander abweichende Motive.

 

Egal, in welcher der möglichen Spielvarianten man sich an das Spiel herantraut, es geht immer um einen scharfen Blick, eine gute, mitunter schnelle Auffassungsgabe und letztlich um Konzentration. So ist es müßig die eher durchschnittlichen Abläufe mitgelieferten Levels zu beschreiben. Wesentlicher ist es, die Unterschiede auf den Karten zu erklären.

Jede Karte besteht aus sechs Details, die jeweils in zwei Varianten vorkommen. Daraus ergibt sich eine große Zahl von verschiedenen Kombinationen, für die im Laufe der Spielrunden meist möglichst schnell eine passende Karte gefunden werden muss. Die Details sind ein heller oder dunkler Hintergrund, ein Flugzeug oder eine Eisenbahn, ein U-Bahnticket oder eine Eintrittskarte für ein Museum, ein Bergrücken oder eine Küste eines Kartenausschnitts, fotografisches Symbole für Paris oder New York sowie fotografische Symbole für Toskana oder Provence.

Es dauert anfangs eine Weile, bis man den Blick für die kleinen, aber spielerisch wichtigen Unterschiede hat. Dann aber gelingt es immer besser, die Aufgaben zu lösen. In dem Sinne gehört Globetrotter zu den Spielen der THINK-Reihe, die meiner Meinung nach am schnellsten einen erkennbaren Effekt erzielen. Leider sind die Aufgaben als Grundlage für ein Spiel dennoch nicht besonders geeignet, da der Fortschritt bei den Spielern unterschiedliche schnell läuft und diese bereits mit verschieden ausgeprägten Fähigkeiten starten. Der Versuch, Spiel und Kopftraining zu verbinden, scheitert in meinen Augen: Der spielerische Aspekt bliebt hinter dem anderer Spiele aus der Reihe wie Paternoster oder Merk-Mal deutlich zurück und Schwächen der Spieler gegenüber den Mitspielern können weniger gut durch das Spiel kompensiert werden. Da hilft nur eins: Mitspieler ausladen, Spielregel für das Sololevel lesen und den eigenen Kopf in aller Ruhe fordern. Dann klappt es auch mit dem "Spiel"-Spaß.

Spieleinfo

Verlagsangaben
Verlag: 
Spieleautor: 
Spielerzahl: 
1 - 6
Spieldauer (Minuten): 
15
Jahrgang: 
2005
Spielkategorisierung
Spielefamilie: 
Spielethema: 
Spielegattung: 
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